Stiasny triumphiert am angliru: schweizerin krönt vuelta femenina mit bergklassiker-sieg!
Die Vuelta Femenina hat einen neuen Höhepunkt erlebt: Petra Stiasny, die 24-jährige Kletterspezialistin aus der Schweiz, hat am letzten Tag der Rundfahrt den legendären Angliru bezwungen und sich damit einen monumentalen Sieg erkämpft. Ein Triumph, der nicht nur ihre Karriere krönt, sondern auch die Spannung bis zur letzten Rampe hochgetrieben hat.

Paula blasi sichert gesamtsieg – ein historischer moment für spanien
Während Stiasny am Angliru glänzte, konnte sich Paula Blasi, die junge Spanierin, über den Gesamtsieg freuen. Ein historischer Moment für das spanische Radrennsport, denn zum ersten Mal in der Geschichte der Vuelta Femenina geht der Titel an eine heimische Fahrerin. Blasi, die auf den letzten Kilometern des Anstiegs den Anschluss an Stiasny verlor, hielt die Konkurrenz dennoch hinter sich und ließ Anna van der Breggen, die Titelverteidigerin, mit einem Rückstand von 24 Sekunden hinter sich.
Die Niederländerin van der Breggen, die im Vorjahr noch den dritten Platz belegte, musste sich diesmal mit Rang zwei zufrieden geben. Auch Marion Bunel aus Frankreich, die zeitgleich mit ihrer Landsfrau Juliette Berthet das Ziel erreichte, blieb ohne Chance auf den Gesamtsieg. Valentina Cavallar, die österreichische Teamkollegin von van der Breggen, zeigte eine starke Leistung und beendete das Rennen auf dem sechsten Platz.
Ricarda Bauernfeind, die beste deutsche Fahrerin, belegte erneut den 16. Platz, während Liane Lippert als letzte Fahrerin einer dreiköpfigen Gruppe gestellt wurde. “Ich kann es ehrlicherweise noch nicht ganz fassen und bin ein bisschen sprachlos”, gestand Stiasny im Zielinterview. Die Schweizerin hatte sich seit Bekanntwerden des Angliru als Etappenort intensiv auf diesen Tag vorbereitet. “Es war ein Traum von mir, diese Etappe zu gewinnen”, so die Kletterspezialistin, die ihr Ziel vor Augen hatte.
Stiasny betonte ihre Verbundenheit mit dem Anstieg: “Als wir am Fuß des Berges waren, habe ich mich richtig frei gefühlt. Ich habe es sehr genossen.” Die Top 5 der Gesamtwertung wurden durch Usoa Ostoloza und Berthet vervollständigt. Bauernfeind rutschte im Schlussklassement auf den 15. Platz ab, während Lippert den 21. Rang belegte.
Die Vuelta Femenina hat gezeigt, dass es mehr als nur ein Rennen ist – es ist eine Geschichte von Entschlossenheit, Ausdauer und dem unbändigen Willen, Grenzen zu überwinden. Ein Rennen, das die Welt des Frauensports nachhaltig geprägt hat und noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die Leistung von Stiasny und Blasi sind ein Beweis dafür, dass in der Radsportwelt alles möglich ist.
