Srecko bogdan stirbt mit 69: ksc verliert seinen unvergessenen libero
Der Karlsruher SC trauert um Srecko Bogdan. Der ehemalige Libero und Aufstiegsheld starb am Dienstag im Alter von 69 Jahren in seiner kroatischen Heimat. Mit ihm verabschiedet sich eine Ikonne, die den Klub neun Jahre lang prägte – als Spieler, Kapitän, Trainer, Vorbild.
Der libero mit dem silbernen haar
Bogdan kam 1985 aus Zagreb, wo er bereits Meister und Pokalsieger war. In Karlsruhe avancierte der 1,88 m-Hüne sofort zur Stütze. 280 Pflichtspiele, 27 Tore, unzählige Kopfballduelle gewonnen. Die Stutzen runtergerutscht, das Haar schon damals silbergrau, der Blick auf dem Platz klar wie Eis. „Ceci“ war kein Abwehrriese, der nur klärt – er initiierte das Spiel, schob mit nach vorne, trug die Führung wie sein Trikot.
Die Saison 1986/87 schrieb Geschichte. Unter Winnie Schäfer stieg der KSC als Zweitliga-Sechster sensationell auf – Bogdan führte die jungen Wildpark-Kicker als Kapitän an. In der Bundesliga etablierte sich der Klub sofort im oberen Tabellendrittel, Bogdans Kopfballtor gegen Bayern blieb legendär.

Nach dem karriereende blieb die sehnsuche
1995 beendete Bogdan seine Laufbahn, blieb aber. Jugendtrainer, Co-Trainer, Berater – der KSC war seine zweite Familie. Er sprach mit dem leichten slawischen Akzent, aber mit dem Herz eines Badeners. Wer ihn nach dem Training fragte, bekam keine Floskeln. „Wir müssen härter arbeiten“, sagte er dann, „sonst gewinnt niemand.“
In den letzten Jahren kehrte er nach Kroatien zurück. Die alten Knochen schmerzten, das Haar war immer noch grau, nur etwas weniger. Am Dienstag verstummte sein Herz. Der KSC wird am nächsten Heimspiel schwarze Armbinden tragen, die Nordkurve wird sein Namen skandieren. 280 Mal lief er schon durchs Seitenaus, diesmal für immer.
Die Zahl, die bleibt: 27 Tore als Innenverteidiger. Aber die wahre Bilanz steht in den Erinnerungen von Fans, die heute 50 sind und damals als Kinder genau deshalb Libero werden wollten – weil ein großer Mann mit silbernem Haar ihnen zeigte, dass Defensive keine Frage der Niederlage, sondern der Ehre ist.
