Zeudi di palma outet sich mit lgbtqia-aktivistin scarlett jade plott
Es ist kein Gerücht mehr: Zeudi Di Palma hat mit einem Kuss auf Instagram ihre Beziehung zur Model- und Podcast-Host Scarlett Jade Plott bestätigt. Die ehemalige Miss Italia 2021 postete ein Foto-Carousel, das keine Fragen offenlässt – und die Homophobie-Debatte in Italien wieder entfacht.
Vom big-brother-haus in die queere öffentlichkeit
Die 23-jährige Neapolitanerin hatte in der 18. Staffel von „Grande Fratello“ erst offen über ihre Bisexualität gesprochen. Nun folgt der nächste Schritt: Scarlett Jade Plott (31) ist Moderatorin des LGBTQIA-Podcasts „Lesbian Supper Club“, der in Mailand als Safe Space für lesbische Lebensrealitäten gilt. Die beiden lernten sich bei einer Aufzeichnung kennen, wie Quelle aus dem Produktionsteam bestätigen. „Es knisterte sofort, aber sie wollten erst sicher sein, dass es mehr ist als Promi-Flirt“, sagt ein Insider.
Die Reaktionen sind gespalten. Während Influencerin Shaila Gatta („Love Island“) unter dem Post herzliche Glückwünsche hinterließ, hagelt es in Foren Vorwürfe der Selbstinszenierung. Die Zahlen sprechen aber eine andere Sprache: Der Beitrag erreichte innerhalb von zwölf Stunden über 480.000 Likes – ein Vielfaches von Di Palmas durchschnittlicher Reichweite. Damit katapultiert sich das Paar ungewollt zur queeren Ikone Italiens, wo bislang kaum prominente Lesben-Paare öffentlich sichtbar sind.

Warum diese liaison über glamour hinausweist
Italiens Parlament hat gerade den Gesetzesentwurf gegen Homo- und Transfeindlichkeit erneut blockiert. In dieser Lücke springen nun Prominente wie Di Palma und Plott. „Repräsentation ist kein Marketing-Trick, wenn das Coming-out mit persönlichem Risiko verbunden ist“, kommentiert LGBTQIA-Aktivistin Viola Carofalo. Tatsächlich: Di Palma wuchs im rufbelasteten Neapel-Stadtteil Scampia auf, wo queere Identitäten selten gelebt werden dürfen. Ihr Schritt ist auch ein Schlag gegen den Machismo, der süditalienische Quartiere prägt.
Scarlett Jade Plott wiederum nutzt ihre Reichweite seit Jahren für sichtbare Diversität. Ihr Podcast finanziert sich über Crowdfunding und hat die Staatsförderung für queere Kulturprojekte erhalten – ein Fakt, der in Medienberichten gerne untergeht. Mit Di Palma an ihrer Seite steigt das Interesse auf ein neues Level. Streaming-Plattformen buhlen bereits um ein gemeinsames Format, wie der Wirtschaftsnewsletter „Media Italia“ berichtet.
Die beiden wollen sich nicht in die Talkshow-Ecke drängen lassen. „Wir sind kein Sentiment-Produkt, sondern ein Paar, das Plantagen und Podcasts verbindet“, scherzte Plott auf Twitter – und spielt damit auf ihre geplante Reise nach Costa Rica an, wo sie ein LGBTQIA-Retreat aufbauen wollen. Di Palma bestätigt gegenüber TSV Pelkum Sportwelt: „Ich suche keine Schlagzeilen, ich suche Stabilität – und die habe ich gefunden.“
Für Italiens queere Community ist das mehr als Promi-Kitsch: Es ist ein Signal, dass Liebe auch dort sichtbar sein darf, wo Gesetze sie noch immer ignorieren. Die Verlobungsgerüchte sind unbegründet, aber die Message klar – wer sich outet, verändert das Spiel, nicht nur das Image.
