Yb will bedia kaufen – trotz essende als neue nummer eins

Fünfzehn Tore in 29 Partien. Und trotzdem sitzt Chris Bedia plötzlich auf der Bank. Das ist die absurde Realität bei BSC Young Boys, wo der ivorische Stürmer nach dem WinterzugangSamuel Essende in der Hierarchie nach hinten gerutscht ist – obwohl er in dieser Saison der torgefährlichste Mittelstürmer der Super League ist.

Bedia trifft, spielt aber trotzdem zweite geige

Gegen den FC Sion und den FC Zürich stand Essende jeweils in der Startelf. Bedia kam als Joker – und traf gegen Zürich gleich doppelt nach seiner Einwechslung. Man könnte meinen, das reiche als Beweis. Offenbar nicht für Trainer Joël Magnin, der dem Nationalspieler der Demokratischen Republik Kongo den Vorzug gibt.

Was die Situation noch merkwürdiger macht: Die Berner haben laut kicker-Informationen keinerlei Absicht, Bedia im Sommer ziehen zu lassen. Ganz im Gegenteil. YB plant, die Kaufoption beim Stammclub Union Berlin zu ziehen – für rund 2,5 Millionen Euro.

Die rechnung, die nicht ganz aufgeht

Die rechnung, die nicht ganz aufgeht

Zu dem Zeitpunkt, an dem die Ablöse fällig würde, ist Bedia bereits 30 Jahre alt. Einen nennenswerten Wiederverkaufswert wird der Stürmer dann kaum noch generieren. Für YB, einen Klub mit überschaubarem Budget, ist das eine Investition, bei der der sportliche Nutzen klar im Vordergrund stehen muss – nicht die Transferspekulation.

Und genau das ist der Kern dieser Geschichte: Die Berner glauben offenbar, dass sie mit Bedia und Essende zwei ernsthafte Optionen für die Sturmspitze haben – nicht eine Nummer eins und eine Reserve, sondern echten Wettbewerb. Ob das die Moral des Torjägers langfristig intakt hält, ist eine andere Frage. Fünfzehn Tore sprechen für sich. Zwei davon als Joker gegen Zürich sagen noch mehr.