Wück schickt sein turbo-team: zwei comebacks, ein tabellen-platz – österreich wird abgehängt
Christian Wück schaut nicht zurück. Er schaut nach Nürnberg, wo am 14. April die nächste Quali-Klatsche fällt. Sein Aufgebot: 23 Spielerinnen, null Platz für Sentimentalität. Dafür jede Menge Tempo. Cora Zicai und Selina Cerci sind zurück, nachdem sie die Norwegen-Show verpassten – jetzt sollen sie Österreich den Glauben rauben.
Verletzungspech zwingt wück zum umdenken
Die Lage ist klar, die Lücke trotzdem groß. Lena Oberdorf, Klara Bühl, Sophia Kleinherne – drei Namen, die sonst Stadien zum Kochen bringen, stehen diesmal nur auf der Tribüne. Wück reagiert mit kühler Logik. Statt Mühlhaus, die gegen Slowenien traf, schickt er sie zur U-23. „Spielpraxis statt Kurzeinsatz“, lautet die Devise. Hart, aber konsequent.
Die Tabelle lügt nicht. Deutschland führt mit 9:0-Toren, Österreich wartet noch auf den ersten Punkt. Doch wer denkt, dass die Gäste nach Ried nur die Rollofahrer spielen, kennt die Rivalität schlecht. Wück warnt vor „einer Gruppe, die jetzt befreit aufläuft“. Das soll verhindern, was die Statistik verspricht: den vorzeitigen WM-Ticket-Knaller.

Nürnberg als zwischenstopp – 2027 liegt im visier
Max-Morlock-Stadion, 14. April, 18 Uhr. Wück schwärmt von „einer Atmosphäre, wie wir sie uns wünschen“. Gemeint ist der Wall aus 50.000 Fans, der Österreich die Sicht versperrt und seiner Elf die nächste Gala beschert. Denn der Plan ist simpel: Erst Nürnberg demontieren, dann Ried zur Nebensache machen. Am Ende steht ein Ticket, das 2027 in die Schweiz, Belgien, Holland führt.
Die Rückkehrer sind bereit. Giulia Gwinn führt das Kommando, Lea Schüller sorgt für die Tore, Cerci und Zicai liefern den Drive von der Bank oder von Beginn an. Wück spricht von „Impulsen statt Experimenten“. Das klingt nach Plan, nicht nach Pokern. Und es klingt nach einer Mannschaft, die weiß: Erst die Pflicht, dann die Kür – und die heißt Weltmeisterschaft.
