Wm-prognose überrascht: japan und norwegen als geheimfavoriten!
Berlin – Die Fußballwelt hält den Atem an, während die Vorbereitungen für die WM 2026 in vollem Gange sind. Doch was sagen die Zahlen? Eine überraschende Studie der FU Berlin enthüllt: Japan und Norwegen zählen zu den heimlichen Favoriten auf den WM-Titel. Während die etablierten Fußballnationen wie Argentinien und Spanien weiterhin im Fokus stehen, deuten die statistischen Modelle auf eine potenzielle Überraschung hin.

Die mathematik spricht für außenseiter
Ulrich Schneider, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FU Berlin, und sein Team haben mithilfe von drei verschiedenen mathematischen Methoden den Turnierverlauf prognostiziert. Das Ergebnis: Japan und Norwegen schlagen überraschend gut dastehen. „Die Modelle zeigen, dass diese Teams durchaus das Potenzial haben, weit vorzustoßen“, erklärt Schneider. Ein Modell, die sogenannte „Dixon & Coles“-Methode, sieht sogar Norwegen in den Top 5 der WM-Favoriten.
Doch wie funktionieren diese Prognosen genau? Schneider erläutert: „Wir analysieren historische Daten, insbesondere die Angriffs- und Abwehrstärke der Mannschaften, um Wahrscheinlichkeiten für den Ausgang der Spiele zu berechnen.“ Allerdings warnt er auch: „Der Fußball ist unberechenbar. Zufällige Ereignisse, die Tagesform der Spieler und taktische Entscheidungen können den Spielverlauf entscheidend beeinflussen.“
Die Rolle des Zufalls ist entscheidend
Ein weiterer wichtiger Aspekt, den die Modelle nicht vollständig erfassen können, ist die psychologische Komponente. „Die Motivation der Spieler, der Zusammenhalt im Team und die Fähigkeit, mit Druck umzugehen, spielen eine große Rolle, lassen sich aber schwer quantifizieren“, so Schneider.
Die Forscher bieten zudem ein interaktives Tool auf wiwiss.fu-berlin.de an, mit dem Nutzer selbst eigene Simulationen durchführen und die Auswirkungen verschiedener Faktoren auf den WM-Verlauf analysieren können. So können beispielsweise die Stärken und Schwächen einzelner Mannschaften angepasst und die daraus resultierenden Veränderungen beobachtet werden.
Die DFB-Elf im Fokus
Wie stehen die Chancen für die deutsche Nationalmannschaft? Die Prognosen sind verhalten. In etwa 20 von 100 Fällen erreiche das Team demnach das Halbfinale. „Aber auch dann ist alles möglich“, betont Schneider. Die Vorrundenpartie gegen Ecuador könnte dabei eine Schlüsselrolle spielen. Ein Unentschieden oder gar eine Niederlage wäre für die deutsche Mannschaft ein herber Rückschlag.
Die Studie der FU Berlin zeigt deutlich: Die WM 2026 verspricht Spannung und Überraschungen. Und während die Welt auf die großen Favoriten blickt, sollten wir die heimlichen Geheimtipps Japan und Norwegen nicht unterschätzen. Denn im Fußball ist alles möglich – und die Mathematik kann uns zumindest einen kleinen Vorgeschmack auf das geben, was noch bevorsteht.
