Calero kehrt als cheftrainer zurück – oviedo schlägt rekorddeal in letzter minute
Real Oviedo hat es doch noch geschafft: Julián Calero unterschreibt, und diesmal sitzt er nicht neben Fernando Hierro, sondern auf dem Chefsessel. Nach wochenlangem Tauziehen einigten sich die Clubeigner und der Berater des 45-Jährigen am Dienstagnachmittag auf einen Zweijahresvertrag plus Option. Morgen will der Klub den Deal offiziell bestätigen.

Vom assistenten zum hauptakteur
2019 war Calero noch Co-Trainer unter Hierro, jetzt trägt er die volle Verantwortung. Die Verhandlungen zogen sich teils wie Kaugummi, weil Calero klare sportliche Garantien forderte: ein Budget für fünf Neuzugänge im Winter, Mitsprache bei Transfers und eine Ausstiegsklausel, falls der sportliche Leiter gewechselt wird. Die Oviedo-Geschäftsführung nickte knapp nach 17 Uhr ab. Das Bürogerät, das die Unterschrift aufnahm, soll geknistert haben.
Mit an Bord kommt zunächst nur sein langjähriger Fitnesstrainer Roberto Ovejero. Den Rest des Stabs baut Calero Stück für Stück auf – ein Zeichen dafür, dass er diesmal keine Kompromisse eingehen will. Der Madrilene schweigt bislang zu allen Medienanfragen; er tourt gerade durch Spanien und präsentiert sein Buch „Fútbol al rescate“. Darin beschreibt er, wie Fußball ihn aus der Jugendkriminalität holte. Die Vorstellung in Asturien ist für Mittwochabend geplant – pünktlich zum offiziellen Pressetermin.
Das Tabellenschlusslicht braucht keine halben Sachen. Calero gilt als Drillsergeant mit Spielidee, der Teams in Rekordzeit umbaut. Die Fans debattieren bereits, ob seine 3-4-3-Pressingmaschinerie den Klassenerhalt retten kann. Die Wettbüros kürzten die Abstiegsquote von 1,65 auf 2,40, noch bevor die Pressekonferenz stattfindet.
Die erste Trainingseinheit ist für Freitag 9 Uhr angesetzt. Wer dann nicht sprintet, fliegt – so lautet das Gerücht aus dem Umfeld des neuen Coaches. Die Devise ist klar: Zweite Akte hin oder her, diesmal will Calero die Geschichte selbst schreiben.
