Wm-pause: sender schnappen sich millionen durch werbe-deals

Die Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer verspricht nicht nur packende Spiele, sondern auch lukrative Deals für die Fernsehsender. Während die Spieler sich bei den angekündigten Trinkpausen erfrischen, planen ARD und ZDF bereits, wie sie diese Zeit nutzen können – und zwar kommerziell.

Werbung im elfmeter-format: eine neue einnahmequelle

Werbung im elfmeter-format: eine neue einnahmequelle

Die dreiminütigen Trinkpausen pro Halbzeit, die im Zuge der WM-Regeln eingeführt werden, bieten den Übertragern eine bisher ungekannte Möglichkeit, Werbeflächen zu verkaufen. Das ZDF lockt mit „Exklusivblöcken für maximale Präsenz“, während ARD ein „Cooling Break Paket“ anbietet. Die Preise sind beachtlich: Platzierungen in den Pausen bei Spielen außerhalb Deutschlands sollen bereits ab 1.200 Euro pro Sekunde umsetzbar sein. Ein Spot von mindestens 15 Sekunden Länge wird von Bumpern und „fußballaffinen Mainzelmännchen“ umgeben – ein Qualitätsmerkmal, das den Werbewert steigert.

Doch es gibt eine kleine Hürde: Der Rundfunkstaatsvertrag erlaubt ARD und ZDF nur bis 20 Uhr Werbung zu senden. Da viele WM-Spiele aufgrund der Zeitverschiebung später übertragen werden, müssen die Sender schlau sein, um die Werbezeiten optimal auszunutzen. Sie zeigen insgesamt 60 Partien im Free-TV, dank einer Sublizenz, die sie von der Deutschen Telekom erworben haben. Magenta TV überträgt alle 104 Spiele live.

Die WM wird also nicht nur sportlich, sondern auch finanziell ein voller Erfolg sein. Es bleibt abzuwarten, ob die zusätzlichen Werbeblöcke die Zuschauererfahrung beeinträchtigen werden, aber eines ist sicher: Die Sender haben ihre Hausaufgaben gemacht und sind bestens vorbereitet, um aus der WM das Maximum herauszuholen. Die Deutsche Telekom, die alle Spiele live zeigt, hat die Rechte an den Werbeblöcken, was eine interessante Dynamik für den Markt schafft.