Wm 2026: die top 10 – wer krönt sich zum neuen könig?
- Frankreich: der klare favorit mit sternbesetzung
- Spanien: der ballbesitz-killer mit personalsorgen
- Argentinien: messi macht den unterschied
- England: die three lions sind reif
- Deutschland: realistische bescheidenheit trotz beeindruckender serie
- Portugal: ronaldo – ein alter hase mit noch nicht ausgeschöpftem potenzial
- Marokko: das defensivmonster
- Schweiz: der unterschätzte stabilisator
- Norwegen: haaland-power
- Brasilien: eine frage der konstanz
Die Vorfreude auf die Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika steigt ins Unermessliche. Mit 48 teilnehmenden Nationen verspricht das Turnier ein Spektakel voller Überraschungen und packender Duelle. Doch wer hat die besten Chancen, den begehrten Titel zu ergreifen? Unsere Analyse der Top 10 Favoriten enthüllt Stärken, Schwächen und die entscheidenden Faktoren, die über Sieg oder Niederlage entscheiden könnten.
Frankreich: der klare favorit mit sternbesetzung
„Les Bleus“ sind zweifellos das Team, das man im Auge behalten muss. Mit einem Kader, der an Kreativität und individueller Klasse kaum zu übertreffen ist – Mbappé, Dembélé, Thuram, Olise – und der FIFA-Weltranglistenposition eins im Rücken, scheinen sie auf dem besten Weg, ihre Dominanz zu bestätigen. Die 1:2-Niederlage gegen die Elfenbeinküste mag ein Weckruf gewesen sein, doch das anschließende 3:1 gegen Nordirland zeigte, dass die Mannschaft aus Frankreich ihrer Rolle als Topfavorit gerecht wird. Mbappés Genesung ist ein weiterer Pluspunkt.

Spanien: der ballbesitz-killer mit personalsorgen
Goldman Sachs sieht Spanien mit 25,7 % statistisch vorne, doch die Personalsituation wirft einen Schatten auf die Titelträume. Der Ausfall von Lamine Yamal, dem Wunderkind auf dem rechten Flügel, ist ein herber Verlust. Spanien hat sich unter Luis de la Fuente von einem Ballbesitz-Team zu einem Ballbesitz-Killer gewandelt, der in der Lage ist, mit direkten Angriffen und gnadenloser Effizienz zuzuschlagen. Das 3:1 gegen Peru untermauerte diesen Anspruch, wenngleich der Gegner nicht von Weltklasse war. Ohne Yamal ist Spanien aber nicht die gleiche Gefahr.

Argentinien: messi macht den unterschied
Einer steht für die argentinische Nationalmannschaft wie kein anderer: Lionel Messi. Schon das Auskurieren einer Zerrung gegen Honduras machte den Unterschied deutlich. Das 3:0 gegen Island demonstrierte, dass Argentinien in der Lage ist, aufzudrehen, wenn es darauf ankommt. Mit Turniererfahrung als amtierender Weltmeister verfügt dieses Team über eine Kaltblütigkeit, die vielen anderen Favoriten fehlt. Solange Messi fit ist und der argentinische Block stabil steht, ist Argentinien bis ins Finale eine ernstzunehmende Bedrohung.
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England: die three lions sind reif
Die EM-Enttäuschung von vor zwei Jahren liegt hinter England. Die Mannschaft hat sich gereift, ist abgeklärter geworden. Der klare 3:0-Sieg gegen Costa Rica im letzten Test vor dem Turnier war ein deutliches Zeichen. Mit Kane, Bellingham und Saka verfügt England über ein beeindruckendes Offensivpotenzial. Auch die Kontroverse um die gestrichenen Superstars wie Foden und Alexander-Arnold hat die Mannschaft nicht aus der Bahn geworfen. Das Halbfinale ist keine leere Hoffnung mehr.

Deutschland: realistische bescheidenheit trotz beeindruckender serie
Neun Siege in Folge, zuletzt ein 2:1 gegen die USA – die deutsche Nationalmannschaft präsentiert sich in Topform. Julian Nagelsmann selbst betont jedoch, dass er sein Team nicht zu den Topfavoriten zählt. Das ist keine falsche Bescheidenheit, sondern ein realistischer Blick auf die Konkurrenz. Musiala und Wirtz im Zentrum sind ein kreatives Kraftpaket, während Rüdiger, Tah und Kimmich die Abwehr stabilisieren.
Portugal: ronaldo – ein alter hase mit noch nicht ausgeschöpftem potenzial
Das 2:1 gegen Chile war zwar kein Glanzauftritt, doch es zeigte, dass Portugal trotz des fortgeschrittenen Alters von Cristiano Ronaldo noch immer zu den Top-Teams der Welt gehört. Das Mittelfeld mit Vitinha, Bruno Fernandes und Bernardo Silva ist ein Prunkstück, doch im Sturm fehlt es an Alternativen, sollte Ronaldo ausfallen. Portugal ist ein echter Viertelfinalkandidat, potentiell sogar mehr.
Marokko: das defensivmonster
Das Halbfinale 2022 war kein Glücksfall – Marokko ist ein Team, das man ernst nehmen muss. Mit einer stabilen Defensive und gefährlichen Nadelstichen kann das Team jeden Favoriten ins Schwimmen bringen. Hakimi, Amrabat und Ezzalzouli sind Stars, die jeden Gegner in Bedrängnis bringen können. Wer Marokko unterschätzt, wird die Konsequenzen zu spüren bekommen.
Schweiz: der unterschätzte stabilisator
Die Schweiz ist selten im Rampenlicht, doch sie gehört regelmäßig zu den stärksten Teams im Teilnehmerfeld. Mit Granit Xhaka im Mittelfeld und einer soliden Defensive ist das Team schwer zu knacken. Die Schweizer schlagen keine großen Spiele in Hochglanz-Manier, aber sie verlieren sie auch nicht. Das knappe 4:3 gegen Deutschland im Test im März zeigte, dass man sich gegen sie anstrengen muss.
Norwegen: haaland-power
Das Erling-Haaland-Projekt ist in vollem Gange. Mit dem Stürmerstar in Topform ist Norwegen eine ernstzunehmende Gefahr für jede Abwehr der Welt. Ödegaard, Sörloth und Nusa sorgen für zusätzliche Qualität. Norwegen ist ein Geheimfavorit – und das aus gutem Grund.
Brasilien: eine frage der konstanz
Die Vorzeichen stimmen nicht optimal. Fünfter Platz in der Qualifikation, mehrere Trainerwechsel und nun Carlo Ancelotti an der Seitenlinie – die Seleção hat mit einigen Problemen zu kämpfen. Vinícius Jr. ist in Topform, aber die defensiven Schwächen könnten auf WM-Niveau zum Verhängnis werden. Brasilien kann jeden schlagen, aber auch gegen jeden verlieren. Das ist eine Mannschaft voller Potenzial, aber auch voller Fragezeichen.
Die WM 2026 verspricht ein Turnier voller Spannung und Überraschungen zu werden. Ob die Favoriten ihre Rolle erfüllen oder ob es zu einer Sensation kommt, wird sich zeigen. Eines ist jedoch sicher: Es wird ein Fußballfest, das die Welt in seinen Bann zieht.
