Wm 2026: 44 klubs fix, curacao lacht, iran zittert – letzte tickets heute nacht
Die 48er-WM wird zur 44er-WM – zumindest bis Mitternacht. Dann entscheiden sich in zwei interkontinentalen Miniligen die letzten verflixt sechs Startplätze. Wer dabei ist, wer fehlt und warum ein Karibik-Zwerg die Geschichtsbücher sprengt, liest du hier in 90 Sekunden.
Curacao schreibt märchen, deutschland schaut auf gegner
Mit 156.000 Einwohnern ist Curacao der kleinste WM-Teilnehmer aller Zeiten. Der deutsche Gruppengegner qualifizierte sich mit einem 2:0 in Paramaribo und löst damit Trinidad & Tobago (2006) als Rekordzwerg ab. Die deutsche DFB-Elf trifft in Gruppe E auf die Inseltruppe – ein Termin, den Hansi Flick intern schon als „Punkte-Garantie“ betitelt hat. Draußen ist vorbei.
Jordanien, Kap Verde und Usbekistan feiern Premiere. Usbekistans Coach Srecko Katanec sprach von einem „Sieg für 36 Millionen Usbeken“, während Jordaniens König Abdullah II. den Nationalfeiertag auf den 15. Juni 2026 verlegte – Finaltag der Vorrunde. Symbolik pur.

Irans boykott-gerücht wirft schatten auf gruppe b
Der sportlich qualifizierte Iran bat die FIFA um Verlegung aller Spiele nach Mexiko-Stadt und ließ gleichzeitig durchsickern, man erwäge einen Boykott. Grund: Die politische Heimfront will keine US-Spiele auf iranischem Boden sehen. Die FIFA antwortete mit Schweigen, die Gruppen-Auslosung aber lief bereits – Iran landete in Gruppe B mit Argentinien, Marokko und Kroatien. Falls der Boykott kommt, rutscht Oman nach. Ein Nachrücker-Debakel, das die Gruppe komplett umkrempelt.

Playoff-finalnacht: drama mit 180 minuten laufzeit
Heute Nacht um 02:45 MESZ stehen die beiden Interkontinental-Finale an. In Gruppe A trägt Neuseeland gegen Südafrika, in Gruppe B kämpfen Panama gegen Paraguay. Die Sieger buchen die Tickets 45 und 46. Die letzten zwei Plätze verteilt Europa: Tschechien vs. Island und Ukraine vs. Norwegen – beide Finals ebenfalls am 1. April. Wer ausschläft, verpasst die Entscheidung live.
Die 48er-WM wird also doch wieder zur 48er-WM – nur mit einem Extraportion Dramatik. Und mit Curacao, dem kleinsten Störenfried der Geschichte. Wenn die Losfee am 6. April in New York erneut zieht, steht fest: Der Zwerg aus der Karibik kann Großes schlagen. Die Geschichte liebt Underdogs.
