Windsurf-europameisterschaft: lamadrid verpasst podest knapp!
Ein bitteres Ende für Pilar Lamadrid bei der Windsurf-Europameisterschaft in Portimao: Die Spanierin kämpfte sich bis ins Finale des iQFOiL-Rennens vor, landete aber am Ende auf dem enttäuschenden vierten Platz. Ein Ergebnis, das angesichts ihrer Leistungen in den Vorläufen und der starken Konkurrenz besonders schmerzt.

Dominanz aus übersee: europäer chancenlos
Das Feld bei der Open-Europameisterschaft war mit 75 weiblichen Windsurfern aus aller Welt hochkarätig besetzt. Doch das Podest wurde überraschend von Athletinnen außerhalb des europäischen Kontinents dominiert. Tamar Steinberg aus Israel sicherte sich mit 40 Punkten den Titel, gefolgt von der Neuseeländerin Aimee Bright (52 Punkte) und ihrer israelischen Landsfrau Shahar Tibi (74 Punkte). Lamadrid, mit 77 Punkten, war nur haarscharf vom Treppodest entfernt.
Die Enttäuschung ist groß, obwohl Lamadrid in den entscheidenden Phasen des Rennens überzeugte. Sie qualifizierte sich als Zweite sowohl für die Viertelfinals als auch für die Halbfinals und zeigte damit ihre Leistungsfähigkeit. Doch die Konstanz fehlte letztendlich, um die Spitze zu stürmen. Ein Detail, das Trainer und Athletin nun gemeinsam analysieren werden.
Für Lamadrid war die Europameisterschaft zudem eine wichtige Standortbestimmung nach einer schwierigen Saisonvorbereitung. Sie hatte sich aufgrund einer Virusinfektion nicht optimal auf das prestigeträchtige Trofeo Princesa Sofía Mallorca vorbereiten können. Die Entscheidung, außerhalb des spanischen Olympia-Teams zu konkurrieren, zeigt jedoch ihren unbändigen Ehrgeiz und ihre Entschlossenheit, sich für die Spiele in Los Angeles zu qualifizieren.
„Ich bin dankbar für die Unterstützung meiner Sponsoren ‘Ellas son de aquí’ und Puerto Sherry, sowie der Federación Andaluza de Vela und der FAO“, erklärte Lamadrid. „Ihre Hilfe ermöglicht es mir, diesen Weg zu gehen und meine Ziele zu verfolgen.“ Der beste spanische Starter im Männerbereich war der Olympiasieger Nacho Baltasar, der auf dem 21. Platz landete und damit die Medal Series verpasste. Ein weiteres Zeichen dafür, dass die Konkurrenz auf höchstem Niveau unerbittlich ist.
Die Saison ist noch lang, und Lamadrid wird zweifellos alles daran setzen, ihre Leistung zu verbessern und sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. Die Erfahrung in Portimao wird ihr sicherlich wertvolle Erkenntnisse liefern, um ihre Strategie anzupassen und ihre Schwächen auszugleichen. Die Windsurf-Szene darf gespannt sein, was sie in Zukunft zeigen wird.
