Legende ehrt sola: ein leben für die stange und den sport
Madrid bebte am Wochenende unter dem Zeichen einer Legende. Ignacio Sola, der Mann, der die Stange in den 60er Jahren zum Synonym für spanischen Sportmut machte, wurde in seiner alten Wirkungsstätte, der Universidad Complutense, gefeiert. Ein bewegender Abschied von einem Athleten, der mehr war als nur ein Sportler – ein Pionier, ein Abenteurer, ein Freund.

Die erinnerung an miguel de la quadra-salcedo lebt weiter
Die siebte Auflage des Memorial Miguel de la Quadra-Salcedo war mehr als nur ein Wettkampf. Sie war ein Fest der Erinnerung an einen Mann, der den Sport mit Herz und Seele gelebt hat. De la Quadra-Salcedo, ein Reporter, Abenteurer und Athlet in Personalunion, verstarb vor zehn Jahren, und seine Freunde und Bewunderer halten sein Andenken mit einer jährlichen Veranstaltung wach. Die Atmosphäre war geprägt von Dankbarkeit und Verbundenheit – ein Beweis für die tiefe Spuren, die De la Quadra-Salcedo hinterlassen hat.
Die Teilnehmer wurden mit einer Medaille belohnt, die ein Moai-Statuen vor einer sich ins Unendliche erstreckenden Laufbahn zeigte – eine Hommage an De la Quadras lebensverändernde Reise nach der Olympiade von Rom 1960 und seine anschließenden Amazonas-Abenteuer. Auf der Rückseite der Medaille prangte ein Zitat, das wie ein Leitfaden für das Leben klang: “Hay que darle vueltas a la cabeza, de la crisis sacar la luz. Del caos sale la luz.”
Der Tag begann mit dem traditionellen Universitätsgelöbnis, das dieses Jahr von Consuelo Alonso, einer Pionierin des spanischen Frauensports, gehalten wurde. Ein Moment der Stille folgte, um De la Quadra-Salcedo und José Luis Torres zu ehren, weitere Legenden des spanischen Sports. Alle Teilnehmer trugen eine Startnummer mit einem Foto von Jesús Hurtado, einem weiteren Ausnahmeathleten, der kürzlich im Alter von 96 Jahren verstarb.
Doch der eigentliche Star des Tages war Ignacio Sola. Seine Karriere als Stangenhochspringer, seine Teilnahme an den Olympischen Spielen 1964 in Tokio und 1968 in Mexiko-Stadt – all das wurde gewürdigt. “Es ist fast zu viel für mich”, sagte Sola sichtlich bewegt. “Aber ich bin dankbar für all die Erinnerungen und die vielen Freunde, die ich im Laufe der Jahre gewonnen habe.”
Sola blickte zurück auf die Olympischen Spiele in Mexiko, die er als einen Wendepunkt in seinem Leben bezeichnete. “Es war eine großartige Olympiade für mich. Ich war in guter Form, hatte mehr Erfahrung als in Tokio und konnte eine hervorragende Leistung erbringen. Ich war sehr zufrieden mit meinem Ergebnis.”
Die Veranstaltung bot auch eine Hommage an weitere spanische Sportlegenden wie Miguel Ángel Prieto, José Luis Celaya und Lázaro Linares. Ein besonderer Höhepunkt war die Präsentation der aragonesischen Stange, bei der historische und aktuelle Figuren der Disziplin anwesend waren, darunter Pascual Banzo, der Sola einst den spanischen Rekord im Diskuswurf abgenommen hatte. Auch Pep Ribas, ein Meister des Schleuderballens, demonstrierte sein Können und erinnerte an die Wurzeln des Sports.
Der Tag fand mit einer beeindruckenden Blumengelegenheitszeremonie an der Statue von Miguel de la Quadra-Salcedo seinen Höhepunkt, an der Familienangehörige und Freunde teilnahmen. Eine gemeinsame Ehrenrunde um die Laufbahn, angeführt von der olympischen Flamme von Barcelona 1992, schloss den Kreis und symbolisierte die Weitergabe des sportlichen Erbes an die nächste Generation.
Ignacio Sola, ein Mann, dessen Name untrennbar mit dem spanischen Sport verbunden ist, hat bewiesen, dass wahre Größe nicht nur in sportlichen Erfolgen, sondern auch in der Fähigkeit liegt, Freundschaften zu pflegen und Werte zu vermitteln. Sein Vermächtnis wird weiterleben – als Inspiration für kommende Generationen von Athleten und als Mahnung, dass der Sport mehr ist als nur ein Spiel.
