Westbrook räumt ab: nba-star landet auf national-geographic-liste für klimahelden

Russell Westbrook spielt seine 18. NBA-Saison, liegt mit den Sacramento Kings im Keller der Western Conference – und wird trotzdem gefeiert. Die US-Ausgabe von National Geographic kürt den 38-Jährigen zu einem von 33 „Changemakern“, die „die drängendsten Probleme unserer Zeit lösen“. Grund: seine Stiftung Why Not? verwandelt verarmte Viertel in Los Angeles in grüne Labore.

Kein pr-gag: westbrook finanziert solarroofs statt signature-schuhe

15,2 Punkte und 6,6 Assists lautet sein aktueller Schnitt – Statistiken, die ihn nicht länger definieren. Seit 2022 fließt jedes Assists-Bonus in die Los Angeles Cleantech Incubator-Partnerschaft. Ziel: bis 2028, wenn L.A. die Olympischen Spiele ausrichtet, soll South L.A. 40 % weniger CO₂ ausstoßen. LACI-Chef Matt Petersen nennt Westbrook „den ersten Investor, der keine Rendite verlangt, sondern Arbeitsplätze für Schwarze und Latinos“.

Das Magazin stellt ihn neben der italienischen Botanikerin Benedetta Gori und dem Fischer Paolo Fanciulli, der Unterwasser-Museen gegen Überfischung installiert. Westbrook bringt dieselbe Rasanz, mit der er 199 Triple-Doubles sammelte, nun in Gegenwind-Projekte: Schulungen für Solar-Montage, Wasserfilter-Wettbewerbe für Schüler, Basketballplätze mit Energiespeichern unter dem Korb.

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Trainer Mike Brown erzählt, dass Spieler den 38-Jährigen im Flugzeug mit Tablets voller Förderanträge sitzen sehen. „Wir lachen, aber er bekommt sie genehmigt.“ Tatsächlich: die Why Not? Foundation meldet für 2025 bereits 4,7 Millionen Dollar an Zuschüssen, 312 neue Schulstipendien und 89 bezahlte Praktika im Cleantech-Sektor.

Westbrook selbst reagiert ungewohnt wortkarg: „Ich habe genug Trophäen. Meine Jungs brauchen saubere Luft, wenn sie selbst mal 38 sind.“ Die NBA notiert stattdessen, dass seine Trikot-Verkäufe in Sacramento seit der Benennung um 34 % stiegen – Beweis, dass Klima-Commitment und Korb-Kunst mittlerweile dasselbe Publikum bedienen.

Die Kings verpassen weiter die Play-offs, doch wer im Staples Center sitzt, sieht an jeder LED-Anzeige die Silhouette des Guards neben einem grün leuchtenden Warndreieck. Die Botschaft: Why not? – warum nicht einmal ein Idol, das die Welt außerhalb des Feldes verändert? Westbrook hat die Frage längst zur Devise gemacht und liefert jetzt jährlich 1.000 Tonnen weniger CO₂ als Antwort.