Werder will 40 mio. für coulibaly – rekord wackelt
Mitten im Abstiegskampf plant Werder Bremen den nächsten großen Transfer-Coup: Karim Coulibaly, 18 Jahre alt, Innenverteidiger, Oldenburger Junge mit Premier-League-Ambitionen – und womöglich bald der teuerste Spieler, den die Grün-Weißen je verkauft haben. Die Bild berichtet, dass Werder dem Talent die Wechselfreigabe für den Sommer erteilt hat. Der Abschied ist beschlossene Sache.
Das treffen, das alles in gang gesetzt hat
Am vergangenen Dienstag saßen Clemens Fritz und Nochi Hamasor, Coulibalys Berater aus Zypern, in Bremen zusammen. Kein Sondierungsgespräch, keine unverbindliche Runde. Es ging ums Eingemachte: die Modalitäten eines Abgangs zum Saisonende. Wer glaubt, Werder verkauft seinen besten Abwehrspieler aus Verzweiflung, der irrt. Die Bremer wollen 40 bis 45 Millionen Euro – und das ist eine Ansage.

Diegos rekord nach 17 jahren in gefahr
Zur Einordnung: Der bisherige Rekordverkauf an der Weser ist Diego, der brasilianische Zauberer, der 2009 für 27 Millionen Euro zu Juventus Turin wechselte. Seitdem hat kein Werder-Transfer auch nur annähernd diese Marke geknackt. Coulibaly soll sie nun um fast das Doppelte übertreffen. Transfermarkt.de bewertet ihn aktuell auf 20 Millionen Euro – die Hälfte der Forderung. Aber Marktwerte sind Schätzungen. Was Premier-League-Klubs bereit sind zu zahlen, ist eine andere Geschichte.
Vor einem Jahr noch spielte Coulibaly in Werders U19. Heute ist er unter Trainer Horst Steffen Stammspieler in der Bundesliga-Innenverteidigung. Diese Entwicklung hat Begehrlichkeiten geweckt – nicht nur in England, auch Klubs aus der Ligue 1 und der Bundesliga sollen ihr Interesse signalisiert haben.
Warum das geld jetzt so brennend gebraucht wird
Der Sommer 2025 war für Werder ein stiller Albtraum. Der erhoffte Geldregen blieb aus, Fritz jonglierte mit Leihspielern, weil die Kasse schlicht nicht hergab, was der Kader gebraucht hätte. Das Ergebnis: eine Mannschaft im Abstiegskampf, zusammengeflickt aus Provisorien. Ein Coulibaly-Verkauf für 40 Millionen Euro wäre keine Schönheitspflege – er wäre die Grundlage für einen echten Neuaufbau.
Der Haken an der Sache ist offensichtlich: Werder muss erst die Klasse halten. Nur dann, so die Bild, soll die Maximalforderung gelten. Zweitliga-Fußball und 40-Millionen-Ablösen – das passt nicht zusammen. Die nächsten Wochen an der Weser entscheiden also nicht nur über den Klassenerhalt, sondern auch darüber, wie viel Coulibaly am Ende wirklich einbringt. Diego kann vorerst ruhig schlafen. Aber wohl nicht mehr lange.
