Werder bremen sichert 4-millionen-spritze: regionale investoren erhöhen anteile
Die Grün-Weißen tanken frisches Kapital. Ein regionales Unternehmerbündnis um Klaus und Marcus Wittrock stockt bei Werder Bremens Profiabteilung auf 19,39 Prozent auf – und schiebt vier Millionen Euro in die leeren Kassen.
Kein stimmrecht, keinen profit, nur leidenschaft
Klaus Filbry macht’s klar: „Kein Mitspracherecht, keine Rendite, kein operativer Einfluss.“ Die Identität des Klubs bleibe unantastbar. Die neue Finanzspritze kommt ohne Gegenleistung – außer Herzblut. Genau das wollte der Geschäftsführer, als er vor zwei Jahren nach strategischen Partnern suchte.
Die Bremer hatten sich selbst ein Limit gesetzt: maximal 24,9 Prozent der Ausgliederung dürfen abfließen. Jetzt fehlen noch gut fünf Prozentpunkte. Die Tür steht offen. Filbry schickt trotzdem einen realistischen Appell mit: „Transfererlöse bleiben notwendig.“ Die 4 Millionen erweitern den Spielraum, lösen aber nicht das Grundproblem. Werder schwimmt weiterhin dicht am Abstiegsstrich.

Vertrauensbeweis in turbulenten zeiten
Hubertus Hess-Grunewald, Präsident und Aufsichtsratschef, spricht von einem „starken Zeichen“ in schwierigen Zeiten. Die Unternehmer aus der Region signalisieren: Wir halten euch die Stange, auch wenn die Bundesliga-Zukunft wackelt. Frank Baumann, einstiger Manager und Mitinitiator, ist längst raus – seine Anteile gingen nach seinem Weggang zu Schalke 04 in andere Hände. Die Wittrocks springen ein, wo andere abspringen.
Die Aktionärsstruktur bleibt überschaubar. Kein Hedgefonds, kein Scheich, keine anonyme Beteiligungsgesellschaft. Stattdessen Bäckereien, Logistiker, Mittelständler aus Bremen und Umzu. Die Botschaft: Werder soll Werder bleiben – nur mit mehr Geld in der Kasse. Ob das reicht, um den Klassenerhalt zu sichern, wird sich auf dem Rasen zeigen. Die nächsten Wochen sind en fuego.
