Final4-auslosung: bitterer schock für montpellier!

Dramatik pur beim Handball: Nur wenige Stunden vor der Auslosung der Final4-Paarungen in der European League musste Montpellier Handball einen erschütternden Zwischenfall verkraften. Ein brutaler Zusammenstoß hat die Verletzungsanfälligkeit des Sports schonungslos offengelegt und die Vorfreude auf das Handball-Highlight getrübt.

Verletzung überschattet viertelfinal-rückspiel

Verletzung überschattet viertelfinal-rückspiel

Am Freitag, ab 11 Uhr, werden in Hamburg die Halbfinal-Paarungen für das hochrangige Finale ausgelost. Die deutsche Handball-Elite ist vertreten: THW Kiel, MT Melsungen und der amtierende Champion SG Flensburg-Handewitt haben sich für das Endturnier qualifiziert. Montpellier Handball komplettiert das Quartett, doch der Triumph über den HC Vardar Skopje war mit einem schmerzhaften Preis verbunden.

Die Begegnung war von hoher Intensität geprägt, aber ein rücksichtsloser Zusammenstoß in der 20. Minute riss die Spieler und Zuschauer in Atem. Valentin Porte, Montpelliers Linkshänder, wurde von Uros Mitrovic mit voller Wucht ins Gesicht getroffen. Die Bilder waren schmerzhaft: Porte lag verletzt am Boden, seine Nase offenbar gebrochen und blutete stark. Die medizinische Versorgung war sofort notwendig, um die Blutung zu stoppen. Eine Blaue Karte für Mitrovic, die eine Sperre nach sich gezogen hätte, wäre in Anbetracht der Heftigkeit des Fouls kaum zu beanstanden gewesen.

Die Schrecksekunde überschattete das Spielgeschehen. Skopje gewann zwar letztendlich mit 27:24, doch das Hinspiel hatte Montpellier deutlich mit 33:23 für sich entschieden. Die Frage, wie Porte sich bis zum Final4 am 30. und 31. Mai in der Hamburger Barclays Arena erholen wird, bleibt offen. Sein Ausfall wäre ein herber Verlust für Montpellier, das bereits im Vorjahr knapp am Titel vorbeigeschrammt war.

Die European League hat eine stolze Geschichte. Rekordgewinner sind mit vier Titeln jeweils SC Magdeburg, Frisch Auf Göppingen und THW Kiel. Flensburg-Handewitt versucht nun, als dritter Verein diese Marke zu erreichen. Es bleibt abzuwarten, ob die deutsche Dominanz in diesem Wettbewerb fortgesetzt wird oder ob Montpellier Handball seinerzeit die Chance zur Wiedergutmachung nutzen kann.

Die Auslosung am Freitag wird zeigen, welche Konstellationen sich ergeben. Doch eines ist klar: Der bittere Zwischenfall in Skopje wird lange nachhallen und die Diskussion um die Sicherheit der Spieler im Profi-Handball neu entfachen. Die Verletzung von Valentin Porte ist mehr als nur ein sportlicher Missstand – sie ist ein Weckruf.