Wemby-ausfall entscheidet spiel: timberwolves holen ausgleich!
Die Minnesota Timberwolves haben in einem packenden Duell gegen die San Antonio Spurs den zweiten Teil der Serie gewonnen und den Zwischenstand auf 2:2 ausgeglichen. Ein fragwürdiges Foul an Victor Wembanyama, gepaart mit einer historischen Leistung von Anthony Edwards, sorgte für den dramatischen Wendepunkt.

Edwards schreibt geschichte – timberwolves überleben wemby-schock
Die Partie nahm eine unerwartete Wendung, als Wembanyama in der zweiten Spielminute mit einem Ellbogenschlag gegen Naz Reids Schläfe ein unsportliches Foul erhielt. Die Entscheidung, den Aufstrebenden Star zu verweisen, war umstritten, doch die Timberwolves nutzten die Gunst der Stunde. Während Wembanyama nur noch vier Punkte und vier Rebounds in zwölf Minuten beisteuerte, entfachte Anthony Edwards ein Feuerwerk.
Der Shooting Guard der Timberwolves präsentierte sich in Topform und erzielte schlussendlich 36 Punkte, davon unglaubliche 16 im letzten Viertel. Eine Leistung, die ihn in die Geschichtsbücher eintrug. Edwards glich mit seinem 18. Playoff-Spiel mit 30 oder mehr Punkten Dwyane Wade und reihte sich in eine illustre Riege ein, darunter Kobe Bryant und LeBron James. Die Zahl spricht für sich: Edwards ist erst der sechste Spieler seit 1997, der in einem Playoff-Viertel 300 oder mehr Punkte vor seinem 25. Geburtstag sammelte.
„Heute war Muttertag, und ich wollte einfach nur für meine Mutter gewinnen“, erklärte Edwards nach dem Spiel sichtlich gerührt. Der Ausfall von Wembanyama, der zuvor in den drei Spielen 19 Blocks gesetzt hatte, sollte die Spurs nicht untergehen lassen. Die Timberwolves zeigten jedoch eine beeindruckende Reaktion und kämpften sich zurück ins Spiel.
Neben Edwards brillierte Naz Reid mit 15 Punkten und neun Rebounds, während Jaden McDaniels (14) und Julius Randle (12) ebenfalls wichtige Beiträge leisteten. Die Spurs, ohne ihren Star, setzten auf Dylan Harper (24) und De’Aron Fox (24), sowie Stephen Castle (20), doch im letzten Viertel konnten sie dem furiosen Auftritt von Edwards nicht mehr standhalten.
Das Spiel war bis zum Ende spannend. Nach ausgeglichener erster Hälfte und einer leichten Führung der Spurs im dritten Viertel, übernahmen die Timberwolves im letzten Viertel die Kontrolle. Ein Dreier von Rudy Gobert sorgte wenige Minuten vor Schluss für eine komfortable Führung, die die Timberwolves souverän über die Ziellinie brachten.
Die Serie steht nun auf Messers Schneide. Zwei weitere Siege entscheiden über den Aufstieg ins Western Conference Finale. Die Timberwolves haben bewiesen, dass sie auch ohne ihren herausragenden Center mithalten können. Ob die Spurs nun ihre Antwort finden werden, bleibt abzuwarten.
