Dortmund-frankfurt: tränen, streit und eine ungewisse zukunft

Die Luft in Dortmund war nach dem 2:3 gegen Borussia Dortmund zum Schneiden dick. Nicht nur die Eintracht-Fans waren enttäuscht, sondern vor allem einige Spieler, die mit ihrer Situation kämpfen. Ein Blick hinter die Kulissen offenbart eine angespannte Lage und wirft Fragen nach der Zukunft auf.

Burkards wut und tränen: der fall des geforderten stürmers

Selten sah man Jonny Burkardt so emotional. Nach seinem Anschlusstreffer schimpfte er öffentlich in Richtung Seitenlinie, eine Geste, die mehr als nur Frustration verriet. Minuten später standen Tränen in seinen Augen – ein deutliches Zeichen der Enttäuschung und möglicherweise auch der Resignation. Der 25-Jährige, einst das Aushängeschild der Frankfurter Offensive, spielt unter Trainer Albert Riera eine immer kleinere Rolle. Nur noch acht Einsatzminuten gegen Dortmund, zuvor zwei gegen Augsburg und sechs gegen Hamburg. Eine bittere Ironie, bedenkt man, dass Burkardt in 21 Spielen elfmal traf und ohne seine frühere Verletzung die Saison möglicherweise ganz anders verlaufen wäre.

Kalimuendo: talent im niemandsland

Kalimuendo: talent im niemandsland

Arnaud Kalimuendo, der im Winter leihweise aus Nottingham kam, sorgte zumindest für Hoffnung. Sechs Treffer in 18 Ligaspielen sind eine respektable Leistung, doch auch er scheint unter Trainer Riera zu leiden. Die Tatsache, dass er in 13 Spielen nur fünfmal als Mittelstürmer zum Einsatz kam, wirft Fragen auf. Zwar kann der schnelle und wendige Franzose auch auf den Flügeln spielen, doch die fehlende Erfahrung dort ist spürbar. Seine Flexibilität wird also zu einer Bürde, statt einer Stärke.

Ebnoutalibs märchen wird zum alptraum

Ebnoutalibs märchen wird zum alptraum

Younes Ebnoutalib hatte im Januar ein Märchen erlebt. Als gebürtiger Frankfurter kehrte er nach einer überraschenden Odyssee über Elversberg zurück in seine Heimatstadt und traf direkt im Debütspiel. Doch dieses Märchen scheint nun zu enden. Nach einer Verletzung kam er unter Riera überhaupt nicht mehr zum Einsatz. 21 Minuten in drei von sieben möglichen Spielen – das ist eine bittere Bilanz. „Hätte ich 23 Spieler nominieren dürfen, dann wäre er dabei“, so Riera nach dem Spiel, ein Satz, der Ebnoutalibs Situation umso deutlicher macht.

Die Eintracht-Stürmer kämpfen also mit unterschiedlichen Problemen. Burkardt hat beim Trainer einen schweren Stand, Kalimuendo muss sich mit seiner Position auseinandersetzen, und Ebnoutalib scheint vergessen. Eine ungewisse Zukunft liegt vor den Hessen, und es bleibt abzuwarten, ob ein neuer Trainer die Situation verbessern kann. Die Saisonfinale versprechen angesichts der Umstände ein trauriges Kapitel in der Geschichte der Eintracht zu werden.