Wembanyamas tränen nach spurs-comeback: 25-punkte-defizit geknackt
Die San Antonio Spurs feiern ein Comeback, das selbstVictor Wembanyama die Sprache raubte. 25 Punkte Rückstand, sieben Minuten vor Schluss ausgeglichen, 16 Sekunden vor Ende der französische Center allein vor dem Korb – 116:112 gegen die Los Angeles Clippers, Platz zwei im Westen gesichert.

Wembanyama bricht nach sieg in tränen aus
Der 2,26-Meter-Riese stopfte den Ball durch den Ring, sank anschließend auf dem Parkett und weinte. „Das war eines der besten Matches, in denen ich je mitgespielt habe. Eines der besten Matches meines Basketball-Lebens“, keuchte er L’Equipe ins Mikro. Der 20-Jährige hatte 27 Punkte und zehn Rebounds geschrieben, doch die Zahlen interessierten ihn kaum. Er erinnerte sich an das erste Viertel, als er „fast vor Erschöpfung ohnmächtig“ wurde.
Die Spurs hatten erst 24 Stunden zuvor Detroit 121:106 besiegt, Wembanyama dort 38 Punkte. Gegen die Clippers ging es noch eine Stufe härter. „Gestern die körperlich stärkste Mannschaft der Liga, heute noch eine Schippe drauf. Ich bin total müde“, sagte er. Keine Blessur, nur Erschöpfung. „Zwei gute Nächte, etwas Erholung, Massagen – ich erhole mich sehr schnell.“
Das Spiel selbst war ein Lehrstück in Tempowechsel. Die Clippers trafen fünf Dreier im ersten Viertel, bauten die Führung kontinuierlich aus, bis Gregg Popovich seine Verteidigung umstellte: Switch-Everything, Double auf Kawhi Leonard, Tempo drosseln, Wembanyama als Free Safety. Die Kalifornier schossen danach nur noch 31 Prozent aus dem Feld, Leonard vergab den entscheidenden Dreier 18 Sekunden vor Schluss.
Die Spurs-Fans im Frost Bank Center erlebten eine Nacht, die in die Geschichte eingeht. Sie sangen „Wem-by“-Rufe, als der Center in der Mixed Zone noch immer Tränen wischte. Oklahoma City Thunder liegt weiter vorn, aber die Spurs haben jetzt zwei Siege Vorsprung auf Platz drei – und einen Superstar, der sich selbst übertrifft, wenn die Lunge brennt.
