Wembanyama ballt mit 41 punkten die nba – und ein anderer superstar fliegt raus
Victor Wembanyama ist kein Spieler mehr, sondern ein Naturphänomen. Die 2,24 m große Franzosen-Tornade fegte die Chicago Bulls mit 41 Punkten und 16 Rebounds weg, die San Antonio Spurs gewannen 129:114. Die Liga atmet auf – und hält gleichzeitig den Atem an, denn ein Schritt weiter westlich rast ein anderer Shooting-Star gegen die Wand.
Thunder jagen pistons in die verlängerung – und weiter nach oben
Shai Gilgeous-Alexander schraubte sich bei 123:110-Sieg der Oklahoma City Thunder gegen die völlig dezimierten Detroit Pistons auf 41 Punkte, die letzten fünf in der Overtime. Die Thunder bleiben damit Anwärter auf die erste Play-off-Platzierung im Westen. Detroit dagegen verlor zum 14. Mal in Serie, der Tank für die nächste Draft-Pick-Position läuft auf Hochtouren.
Das Spiel war eigentlich entschieden – bis Gilgeous-Alexander mit 1:42 Minuten in der Verlängerung die Dreier-Floodgates öffnete. „Er hat uns einfach weggeschnipst“, sagte Pistons-Interimstrainer Brian Randle, „so etwas kannst du nur anerkennen.“ Die Zahlen sprechen für sich: 23 der 41 Punkte fielen nach der Pause, 17 davon in den letzten acht Minuten.

Atlanta hackt boston ab – und lebron dreht auf
Die Boston Celtics müssen erneut um die Tabellenspitze bangen. Die Atlanta Hawks siegten 112:102, Trae Young lieferte 33 Punkte und 12 Assists. Boston verlor trotz 31 Punkten von Jayson Tatum die zweite Partie binnen 48 Stunden – ein kleines Stolpern, das im Play-off-Rennen teuer werden könnte.
In Los Angeles fehlte Luka Dončić, gesperrt nach seinem 16. technischen Foul der Saison. Die Lakers? Lachten trotzdem. LeBron James schrieb sein 109. Triple-Double (21 Punkte, 13 Assists, 10 Rebounds), und Anthony Davis warf 34 Punkte. Washington kassierte gegen die Laker-Defensive nur 101 Zähler – das ist die niedrigste Punktzahl der Wizards seit Mitte Februar.
Anti-pride-kommentar kostet ivey den job
Zwischenspiel in Chicago: Die Bulls trennten sich mit sofortiger Wirkung von Assistant Coach John Ivey. Grund: homophobe Äußerungen auf Social Media. Die Organisation reagiert damit auf wachsenden Druck der NBA und der Fans. Gleichzeitig deutet sich an, dass die Bulls-Front-Office-Zickelei den Kader seit Wochen auseinanderdriftet – ein internes Chaos, das Wembanyama gnadenlos ausnutzte.
Die Zahlen des Franzosen sind längst keine Rookie-Statistik mehr. 41 Punkte, 16 Rebounds, 4 Blocks – und das bei 60 Prozent Feldwurfquote. Sein Plus-Minus lag bei +26, höchster Wert des Abends. „Er spielt auf einem anderen Planeten“, sagte Spurs-Trainer Gregg Popovich. „Wir schicken einfach den Ball hoch und schauen zu.“
Die west-play-off-rennen spitzt sich zu
Mit 45 Siegen führen die Thunder die Tabelle, gefolgt von Denver (44) und Minnesota (43). Die Lakers springen auf Rang acht, Dallas rutscht trotz 124:94-Kantersieg gegen die Timberwolves auf Platz fünf ab – ein Zeichen dafür, wie schnell sich die Konstellation ändern kann. Jeder Sieg, jede Niederlage, jede Verletzung umschreibt die Karten neu.
Die NBA nähert sich der Zielgeraden, doch das Tempo wird nicht langsamer – es wird brutal. In sieben Tagen entscheidet sich, wer im Play-in landet und wer direkt ins Viertelfinale dürt. Wer jetzt zuckt, fliegt raus. Wer tritt, trägt. Die nächste Nacht bringt neue Zahlen, neue Geschichten – und vermutlich den nächsten Wembanyama-Orkan.
