Welbeck sticht wirtz kalt: liverpools saison droht zu kippen
Am 21. März 2026 war Anfield nicht einmal am Ort des Geschehens – trotzdem hallte der Schock bis nach Merseyside. Danny Welbeck schlug zweimal zu, Florian Wirtz und der FC Liverpool verloren beim müden 1:2 in Brighton und rutschen tiefer in die Krise.
Die Zahlen sind laut genug: erst ein Punkt aus den letzten drei Premier-League-Partien, Tabellenplatz fünf und ein Sechs-Punkte-Polster, das schmelzen kann, sobald die Konkurrenten am Wochenende nachlegen. Der Champions-League-Achtelfinal-Einzug gegen Galatasaray war vor drei Tagen noch große Bühne, doch die Energie war aufgebraucht. Die Amex-Stadium-Teppichbomben von Welbeck trafen eine Mannschaft, die aussah, als hätte sie den Jetlag verpasst.
Die unbescheidenheit des danny welbeck
Minute 14: erster Konter, erste Kugel, erste Borke. Welbeck sprintet von der Mittellinie, lässt Ibrahima Konaté stehen und lässt Giorgi Mamardaschwili keine Chance. 1:0. Die zweite Hälfte, Minute 56: Pascal Groß – wieder erstmals seit Langem in Hansi Flicks DFB-Kader berufen – schlägt einen Diagonalpass, den der 34-Jährige mit der Hacke annimmt und flach ins lange Eck versenkt. 2:1, endgültig.
Milos Kerkez hatte zwischenzeitlich den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt, doch der Treffer war nur ein Stummelsatz gegen die Brighton-Druckphase. Liverpool wirkte wie ein Boxer, der nach dem Gong noch eine Runde gehen muss.

Wirtz bleibt blass – salah-fehlen wiegt schwerer
Florian Wirtz lief auf der Zehner-Position, hatte 54 Ballkontakte, aber nur eine nennenswerte Szene: ein Lupfer in der 71. Minute, den Bart Verbruggen mit den Fingerspitzen umlenkt. Ohne Mohamed Salah auf dem rechten Flügel fehlt der Reibungspunkt, der die gegnerischen Ketten löst. Die Muskelverletzung des Ägypters zeigt Folgen – Liverpool schoss erstens nur dreimal aufs Tor, zweitens halfen die halbräumlichen Dribblings von Wirtz kaum, weil keine Anspielstation in Tiefe folgte.
Arne Slot wechselte früh, brachte Cody Gakpo und Harvey Elliott, doch Brightons Fabian Hürzeler hatte die Marschroute klar: 4-4-2 ohne Ball, dicht verschieben, bei Ballgewinn sofort Welbeck suchen. Die deutsche Trainer-Handschrift wurde zum Albtraum der Roten.

Die tabelle lügt nicht – und der kalender auch nicht
Mit 52 Punkten aus 28 Spielen liegt Liverpool einen Zähler hinter Chelsea, die allerdings ein Match weniger ausgetragen haben. Manchester City und Arsenal können am Sonntag vorbeiziehen. Die restliche Saison verspricht Achterbahn: Tottenham, Newcastle, ein Stadtduell gegen Everton und das Finale gegen Aston Villa warten. Die Formkurve zeigt nach unten, die Verletztenliste wächst: neben Salah fallen Diogo Jota und Joe Gomez aus, Andy Robertson laboriert an einer Oberschenkel-Prellung.
Für Brighton ist der Sprung auf Platz sieben mehr als ein Trost – es ist die Visitenkarte für ein mögliches internisches Finale um Europa. Und für Welbeck? Der Stürmer, den viele schon abgeschrieben hatten, schreibt seine späte Bestseller-Story selbst.
Liverpool hat nun acht Tage, um die Knochen zu richten. Danach kommt Manchester United ins Stadion, und die Welt wird wieder zuschauen. Keine Fragezeichen, keine Rhetorik: Nur Siege zählen, sonst wird die Champions-League-Musik nächste Saison woanders gespielt.
