Wagner raus, playoffs gefährdet: orlando trauert um seinen deutschen stern

Franz Wagner sitzt wieder in der Klinik, Orlando wackelt im Playoff-Rennen. Die Diagnose: keine Rückkehr in Sicht. Der 24-Jährige spricht offen von Frust, Druck und einem Fehler, den er nicht mehr korrigieren kann.

Das berlin-game war zu früh – und jetzt zahlt er den preis

Das berlin-game war zu früh – und jetzt zahlt er den preis

Die Zahlen sind hart: 21,3 Punkte, 5,8 Rebounds, 3,6 Assists pro Partie – und seit Wochen null Minuten Spielzeit. Wagner war vor dem All-Star-Break kurz zurück, dann knallte die Sprunggelenks-Entzündung erneut. „Ich übernehme die Verantwortung“, sagt er über seinen Einsatz im Januar in Berlin. „Es war wahrscheinlich zu früh.“ Dort wollte er vor heimischem Publikum glänzen, stattdessen eröffnete er eine Reha-Falle. Vier bis sechs Wochen hieß es damals. Heute heißt es: offenes Ende.

Orlando liegt aktuell auf Platz sieben im Osten, nur zwei Siege trennen die Magic vom Abrutschen in den Play-In. Ohne Wagner verpasst das Team 24,3 Prozent seiner Punkte – und die Moral schwindet. Trainer Jamahl Mosley wechselt sich in Pressekonferenzen um die Worte „kontrolliert“, „vorsichtig“ und „langfristig“. Dahinter steht die Angst, einen 22-Millionen-Dollar-Mann zu ruinieren.

Wagner selbst gibt sich kämpferisch, aber realistisch. „Halbe Reha kommt nicht mehr infrage“, sagt er. Die nächsten Untersuchungen sollen zeigen, ob eine Immuntherapie oder eine erneute Abstimmung des Trainingsplans nötig ist. Bis dahin bleibt der Deutsche dem Team nur als Zuschauer erhalten – und Orlando bleibt ohne seinen Anführer im Clinch um die Postseason.

Die Uhr tickt. Mit jedem Spiel, das Wagner verpasst, wächst der Abstand zu den direkten Playoff-Plätzen. Die Magic haben noch achn Partien, die Saison endet am 14. April. Werden sie ihren Topscorer rechtzeitig zurückholen? Die Antwort liegt in einem entzündeten Sprunggelenk – und in einem Sommer, der plötzlich viel zu nah rückt.