Vor 29 jahren: hart foundation formiert sich – heute ist nur noch bret am leben
Vor 29 Jahren, in der Nacht zum 26. März 1997, schloss sich in der WWF das Quintett zur zweiten Hart Foundation zusammen – und löste eine Lawine aus Erfolg, Konflikten und frühen Todesfällen aus. Heute ist nur noch Bret „The Hitman“ Hart am Leben, und selbst er trägt die Narben einer Karriere, die das Gesicht des Sports unterhaltsam veränderte und gleichzeitig eine Familie zerreißen half.
Ein jahr feuerwerk, danach nur noch beerdigungen
Die Formation war mehr als ein Story-Gimmick: Bret sammelte Bruder Owen, Schwager Jim Neidhart, Schwager Davey Boy Smith und besten Freund Brian Pillman, um als kanadisches Super-Team die USA-Fans zur Raserei zu treiben. In Kanada feierten sie sich als Helden, in den Staaten als arrogantste Schurken. Die Doppelrolle funktionierte – und katapultierte Stone Cold Steve Austin sowie die D-Generation X in die Stratosphäre der Attitude Era.
Dann der Crash. Pillman starb am 5. Oktober 1997 mit 35 Jahren an Herzversagen, ein Gemisch aus angeborener Schwäche und lebenslanger Chemie. Owen fiel 1999 bei einem Stunt-Sturz 24 Meter tief in den Ring – 34 Jahre alt. Smith verschied 2002 mit 39 an einem Herzinfarkt. Neidhart erlag 2018 einer Alzheimer-Kaskade, die mit einem Sturz endete. Alle unter 63, drei unter 40.

Der preis hinter dem ruhm
Für die Harts war Wrestling Familienbusiness – und Familienkrieg. Owen hinterließ Witwe Martha, die WWE 18 Millionen Dollar abnahm und verhinderte bis heute eine Hall-of-Fame-Aufnahme. Smiths Trennung von Diana Hart führte zu zwei Beerdigungen und offenen Wunden zwischen den Clans. Brets Schlaganfall 2002 und Prostatakrebs 2016 sind direkte Folgen von Jahrzehnten Gehirnerschütterungen und Tourenstress.
Die WWE gewann den Monday-Night-Krieg, verkaufte Milliarden-Merchandise – und schrieb die Rechnung an eine Familie, die dafür mit Blut bezahlte. Heute reist Bret mit 68 Jahren noch zu Conventions, signiert Fotos und erzählt dieselben Anekdoten. Die Fans jubeln, als sei nichts gewesen. Dabei fehlen an seinem Geburtstagstisch vier Plätze – und niemand weiß, wer als nächstes ausfällt.
