Vinicius explodiert: real madrids goldjunge schreibt atleti ab
Vinicius Junior hat die Wanda Metropolitano in seine private Bühne verwandelt. Dribbeln, Treffen, Sieg – 90 Minuten, in denen der Brasilianer endlich wieder wie der Weltklassespieler aussah, für den ihn Madrid vor zwei Jahren fast zum Ballon-d’Or-König küren wollte.
Arbeloas geheimplan zieht
Der Draht zu Álvaro Arbeloa funktioniert. Der U19-Coach schleust seit Wochen Positiv-Energie in den 23-Jährigen, ständig sind die beiden nach dem Training auf dem Trainingsgelände Valdebebas zu sehen – Schattenläufe, Abschlussübungen, kleine Psychotricks. Das Ergebnis: vier Tore, zwei Assists in den letzten drei Pflichtspielen, dazu eine Sperrfeuer-Quote von 3,7 erfolgreichen Dribblings pro 90 Minuten – Liga-Spitze.
Gegen Atlético war er zur Stelle, als Jan Oblak erneut keine Antwort fand. Die erste Hereingabe kullerte durch dessen Beine, die zweite verwandelte Vinicius per Volley – 2:1, Spiel gedreht. Was danach folgte, war kein Interview, sondern ein Bekenntnis. „Wir kontrollierten von der ersten Minute an, wir haben zwar einen Gegentreffer kassiert, aber die Reaktion war sofort da“, sagte er in Real Madrid TV, Stimme rau, Blicke glänzend. „Der Plan war klar, und wir haben ihn auf dem Platz durchgezogen – das ist der Unterschied.“

Der ballon-d’or ist kein traum, sondern eine hausaufgabe
Fragen nach dem Goldenen Ballon beantwortet er neuerdings mit Torschrei statt mit Standardlatüffe. „Ich arbeite jeden Tag für genau solche Spiele. Tore und Assists sind die Folge, nicht das Ziel.“ Zahlen sprechen lauter: In 23 Liga-Einsätzen stehen jetzt 13 Treffer und acht Vorlagen – nur Jude Bellingham liegt bei den Torbeteiligungen vor ihm. Die Differenz: Vinicius schafft das aus dem Flügel, wo er zusätzlich 1,9 Tacklings pro Partie klärt – Defensive als neue DNA.
Die Nationalmannschaftspause stört ihn dennoch. „Wir sind in Form, jetzt bremst uns die FIFA-Calendar-Regel aus“, knurrte er. „Hoffentlich kommt jeder gesund zurück, denn der heiße Saison-Endspurt beginnt.“ Real wartet auf ihn: Champions-League-Viertelfinale, Liga-Kracher gegen Barça, dann der erhoffte Pokal. Wer so effizient trifft, darf träumen – und Madrid trägt seit jeher die Träume seiner Goldjungen.
Atlético? Abgehakt. Der Clásico? Schon morgen in den Köpfen. Vinicius Junior ist zurück – und diesmal will er den Ballon tatsächlich packen, nicht nur anspitzen.
