Vinícius erlebt copa sudamericana-albtraum: drei vergebene elfmeter!

Carlos Vinícius wird diesen Abend im Gremio-Trikot wohl nie vergessen. Im Copa Sudamericana-Spiel gegen Palestino erlebte der brasilianische Stürmer eine der außergewöhnlichsten und schmerzhaftesten Nächte seiner Karriere – mit drei vergebenen Elfmetern in nur sechs Minuten und einem nachträglich aberkannten Tor.

Ein elfmeter-desaster nach maß

Die Partie, die mit 0:0 endete, wird vor allem für Vinícius in Erinnerung bleiben. In einer atemberaubenden Folge von Ereignissen, die an die 'Pesadilla' von Martín Palermo in der Copa América 1999 erinnerte, scheiterte der Gremio-Angreifer dreimal vom Elfmeterpunkt. Zunächst wurde ein Strafstoß für einen Foul von Dilan Zúñiga an Tete gepfiffen. Der erste Versuch von Vinícius war durch den geschickten Torwart Sebastián Pérez und die Unterstützung des Pfostens vereitelt. Doch die Freude währte nicht, denn der VAR sah einen zu frühen Start des Keepers. Der nächste Versuch, nun auf der anderen Seite des Feldes, endete ähnlich: erneut Pfostenschuss, erneut zu früher Start des Torwarts. Das Finale dieses surrealen Trios kam in Minute 17: Vinícius stolperte beim Anlauf und Pérez konnte den Ball mit dem Fuß abwehren. Ein Auftritt, der in die Annalen des Fußball-Fiaskos eingehen wird.

Doch es gab noch mehr. Berichten aus Brasilien zufolge ignorierte Vinícius die Anweisung seines Trainers Luís Castro, den Elfmeter seinem Mitspieler Caio Paulista zu überlassen. Ein Zeichen von Frustration oder Überheblichkeit? Das bleibt Spekulation.

Annulierung und trotz

Annulierung und trotz

Als wäre das nicht genug gewesen, wurde Vinícius in der 77. Minute ein Tor aberkannt. Ein präziser Schuss in den Winkel wurde durch einen Handelfmeter von Riquelme zunichte gemacht. Der VAR-Blick genügte. Der Stürmer zeigte zwar Kampfgeist, klagte über das Pech und betonte seine Treffsicherheit bei Elfmetern in der Vergangenheit, doch die Nacht gehörte Palestino.

“Es ist traurig, aber wir sind auf dem Platz und wissen, dass im Fußball alles passieren kann“, sagte Vinícius nach dem Spiel. “Das, was heute schiefgelaufen ist, bedeutet nicht, dass ich mich entmutigen lasse.” Er mag Recht haben: Fußball ist unberechenbar, aber eine Leistung wie diese ist selten. Die Frage ist, ob Vinícius diese Erfahrung als Lektion oder als Trauma mitnehmen wird. Denn eines ist sicher: Er muss sich nun beweisen, um das Vertrauen der Fans und des Trainers zurückzugewinnen. Die Copa Sudamericana hat ihn mit einer Lektion konfrontiert, die er so schnell nicht vergessen wird.