Vingegaard pulverisiert paris-nizza: 2 minuten vorsprung nach solosieg
Jonas Vingegaard schraubt seine Vorgaben am Donnerstag einfach höher. 20 Kilometer vor dem Ziel spurtet der Däne davon, als hätte er einen zweiten Gang eingeschaltet. 2:02 Minuten später gucken Valentin Paret-Peintre und die übrige Jagdgruppe in die Röhre. Der zweimalige Tour-Sieger steht damit vor dem Wochenende mit 3:22 Minuten Vorsprung auf Daniel Martínez – das Weiße Rennen wird zur One-Man-Show.

Steinhauser hält weiß weiter fest
Georg Steinhauser hingegen muss nur noch durchzählen. Der 24-jährige Allgäuer verteidigt im weißen Trikot des besten Jungprofis Rang drei, 5:50 Minuten Rückstand klingen viel, sind aber ein Luxusproblem, wenn man bedenkt, dass hinter ihm Lenny Martinez, Ion Izagirre und Marc Soler bereits ein Stückchen weiter weg fallen. Die Devise lautet: Nichts forcieren, das Gelbe ist ohnehin verloren, das Weiße aber zum Greifen nah.
Die 5. Etappe selbst war ein Lehrstück in Kontrolle. 65 Kilometer Attackieren, bis sich die erste Ausreißergruppe fand, dann 80 Kilometer Dauerfeuer, bevor Visma-Lease a bike den Führungsansatz einleitete. Mit 3,5 km auf dem Anstieg nach Colombier-le-Vieux zog Vingegaard ab – und niemand folgte. Die Sonne schien, das Thermometer zeigte 14 Grad, und das Rennen war gelaufen.
Was folgte, war eine Zerfaserung des Feldes. Paret-Peintre setzte sich noch in die erste Verfolgergruppe, doch die Lücke blieb konstant. Hinten rauschten deutsche Farben durchs Feld: Nils Politt (UAE) und Jasha Sütterlin (Jayco) verloren zwar Runden, aber nicht das Gesicht – sie landen im sicheren Mittelfeld und schonen Kraft für die Ardennen.
Die sechste Etappe verspricht erneut Höhenmeter-Orgie: 2077 Höhenmeter auf 179,3 km zwischen Barbentane und Apt. Drei Anstiege zweiter Kategorie, finale Rampen um 8 % – wer da nicht zuckt, darf sich Sonntag beim Schlussanstieg auf dem Col d'Èze Hoffnungen machen. Für Vingegaard ist die Rechnung einfach: Einmal nicht nachlassen, und die
