Vfb-star bricht nach dfb-snub zusammen: „das ist bitter für ihn“
Stuttgart – 01:25 Uhr, die Nachricht schlägt ein wie ein Faustschlag. Julian Undav steht im catacombs-Stadion-Korridor, starrt auf sein Handy und schluckt. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat ihn erneut nicht berufen. Kein Anruf, keine Erklärung, nur Schweigen.

„Bayern insider“ lüftet das geheimnis
Christian Falk und Heiko Niedderer beschreiben im Podcast ein Gespräch mit Undavs Berater. Der Stürmer habe nach dem 3:1 gegen Bremen noch mit der Nationalmannschaft gewunken, dann die Liste gesehen und sich umgedreht. „Er hat Tränen in den Augen gehabt“, sagt der Berater. 13 Tore, 5 Assists – und trotzdem darf er wieder zu Hause bleiben.
Die Begründung aus dem DFB-Lager klingt wie ein schlechter Witz: „Wir wollen Flexibilität.“ Das heißt im Klartext: Havertz und Wirtz blockieren die Halbposition, Füllkrug und Beier das Zentrum. Undav passt ins Raster, weil er zu gut ist, aber nicht passt.
Seine Mitspieler reagieren mit offener Wut. Waldemar Anton postet um 02:07 ein Foto, auf dem er Undav die Hand auf die Schulter legt – ohne Worte. Die Botschaft ist klar: Wir stehen hinter dir. Doch das ändert nichts an der Tatsache, dass der 28-Jährige jetzt Urlaub macht, während in Wuppertal die EM-Generalprobe läuft.
Die nächsten Tage wird Undav mit seiner Familie in die Schweizer Berge fahren. Kein TV, kein Handy. „Er will einfach nur weg“, sagt der Berater. Wenn er zurückkommt, steht die Saison auf des Messers Schneide: Champions-League-Viertelfinale gegen Barça, dann das Endspiel um die Meisterschaft. Undav muss sich entscheiden: weglaufen oder zubeißen. Die Bundesliga schaut gespannt zu – und der DFB auch.
