Verona kämpft um hoffnung: trainer sammarco blickt nach vorne
Hellas Verona steht vor einer schwierigen Aufgabe: Der Klassenerhalt rückt in weite Ferne, doch das Team um Trainer Sammarco weigert sich, die Hoffnung aufzugeben. Im Vorfeld des Duells gegen Milan offenbarte der Coach wichtige Details zur aktuellen Situation und den Verletzungen im Kader.
Veronas vergangenheit im dienste des ac mailand
Für Trainer Sammarco ist die Begegnung mit Milan besonders bedeutsam, da er selbst in seiner Jugend bei den Rossoneri seine ersten Schritte im Profifußball machte. „Es ist schon eine Weile her, ich bin durch alle Jugendabteilungen aufgestiegen bis zur Primavera“, erinnert sich Sammarco mit einem Lächeln. „Damals war der AC Milan ein ganz anderer Verein, geprägt von zahlreichen Legenden. Ich hatte das große Glück, Spieler wie Maldini, Costacurta und Albertini hautnah miterleben zu dürfen – wahre Führungsfiguren, bei denen man mit einem einzigen Blick wusste, was zu tun ist. Eine Erfahrung, die mich bis heute begleitet.“ Die Erinnerungen an diese prägende Zeit schüren die Vorfreude auf die heutige Herausforderung.

Milan erwartet – ein gegner in not
Sammarco erwartet einen äußerst gefährlichen Gegner in der Form von Milan. „Sie haben eine enorme Qualität und werden mit großer Entschlossenheit und Aggressivität auftreten, um ihre Erfolgsserie fortzusetzen.“ Der Verona-Trainer ist sich bewusst, dass die Mannschaft alles in Bewegung setzen muss, um bestehen zu können. „Es wird ein sehr schwieriges Spiel, das steht außer Frage“, so Sammarco.
Der Verona-Coach sieht in der Partie gegen Milan eine Chance, die Motivation neu zu entfachen. „Wir sind ein angeschlagenes Team, zweifellos. In den letzten Spielen hätten wir mehr Punkte holen müssen, das sind sich die Spieler bewusst. Aber gerade gegen einen Top-Gegner wie Milan können wir zusätzliche Anreize finden, um noch einmal alles zu geben.“

Personalsituation und taktische überlegungen
Die personellen Sorgen beim Hellas Verona sind nicht gebannt. Bowie und Mosquera kämpfen weiterhin mit Verletzungen und werden bis kurz vor Spielbeginn beobachtet. „Wir müssen die Situation genau einschätzen und abwägen, ob sie fit genug sind, um zu spielen.“ Die Entscheidung für eine taktische Ausrichtung gestaltet sich ebenfalls schwierig. „Wir evaluieren noch, ob wir mit zwei Stürmern spielen oder ob wir uns an das System des letzten Spiels anlehnen, eventuell mit einem offensiveren Spieler.“
Belghali könnte auf der linken Seite eingesetzt werden, während Oyegoke und Bradaric ebenfalls Optionen darstellen. „Wir haben verschiedene Möglichkeiten, und das ist gut so.“ Die Entscheidung wird letztendlich von den Eindrücken im Training und der Tagesform der Spieler abhängen. Sammarco betont, dass er auf die Signale des Feldes achtet und auch die Möglichkeit in Betracht zieht, talentierte Spieler aus der Primavera einzusetzen.
Die Hoffnung auf den Klassenerhalt schwindet zwar, doch Sammarco mahnt zur Geduld. „Wir haben in den letzten Spielen in der Schlussphase unnötig Punkte liegen lassen, wie gegen Napoli und Parma. Mit etwas mehr Glück und einem anderen Ausgang hätten wir näher dran sein können. Aber der Kampf ist noch nicht entschieden, und wir werden bis zum Schluss alles dafür tun, um diese Saison positiv zu gestalten.“
Positiv zu vermerken ist die Rückkehr von Bella-Kotchap und Lovric ins Teamtraining. „Sie haben drei komplette Trainingseinheiten absolviert und stehen somit zur Verfügung.“ Mosquera hingegen kämpft weiterhin mit Kniebeschwerden, die ihn in seiner Leistungsfähigkeit einschränken.
Die kommende Saison wird zeigen, welche Lehren aus dieser schwierigen Spielzeit gezogen werden können. Doch eines ist klar: Der Hellas Verona wird sich nicht kampflos geschlagen geben.
