Van aert fliegt auf glasscherben: comeback endet im sabotage-verdacht
Glassplitter auf der Piste, ein geplatzter Reifen, Rang 60 – Wout van Aerts erster Straßenauftritt 2026 mutiert zur Farce. Der Belgier wirft nach dem Ename Samyn Classic offen Sabotage in die Runde: „Diese Scherben lagen exakt auf der Ideallinie, nach fünf Runden war da noch nichts. Das stinkt zum Himmel.“
60. Statt sieg: panne zerstört klassiker-plan
Zehn Kilometer vor dem Ziel explodierte der Hinterreifen, van Aert tauschte zunächst mit Teamkollege Pietro Mattio, dann noch einmal beim Begleitwagen. Die Favoritengruppe war längst davon, die Jagd allein verloren. Jordi Meeus (Red Bull-Bora-hansgrohe) nutzte die Gunst der Stunde und sprintete zum Etappensieg – erneuter Schlag gegen die einst dominierendeVisma-Lease a Bike-Equipe.
Van Aert selbst blieb erstaunlich gelassen. „Ich habe nicht geflucht, ich habe nur gedacht: ‚Typisch Belgien, typisch Frühjahr.‘“ Das Statement wirkt wie ein Spiegelbild der Szene: Der dreimalige Cyclocross-Weltmeister weiß, dass Hysterie nichts nützt – aber ein offenes Wort schon.

Strade bianche wird zum stresstest
Medizinisch ist das Comeback ein Erfolg: Der Knöchelbruch von Mol ist überstanden, der Bewegungsradius passt. Sportlich steht jetzt Italien an. Bereits am Mittwoch reist van Aert nach Toskana, wo am Samstag die Strade Bianche über 215 km weiße Staubpisten wartet. Dort werden nicht nur seine Beine, sondern auch die Nerven gefragt sein – denn wer schon einmal auf Glassplitten flog, blickt künftig doppelt auf den Untergrund.
Danach folgen Tirreno-Adriatico und Mailand-San Remo. Visma baut weiter auf ihren Superdomestikum, doch die Konkurrenz spürt Blut. Wenn schon bei Le Samyn Glasscherben die Kontrolle übernehmen, wie wird es erst auf den Schotterpassen der Strade Bianche zugehen?
Fakt ist: Van Aerts Saisonstart liefert keine Antworten, sondern neue Fragen. Und eine Ironie – denn der Mann, der sonntags die Cross-Bahnen beherrschte, scheitert nun an Spuren, die keiner zugeben will.
