Valencia: historischer tiefpunkt – sieben jahre ohne europa!

Ein bitteres Ende für die Fledermäuse: Valencia hat die Saison mit einer knappen Niederlage gegen Barcelona beendet und damit einen historischen Tiefpunkt erreicht. Der Traum von der Conference League zerplatzte im letzten Moment, während Getafe gleichzeitig den letzten Funken Hoffnung für die Qualifikation im Keim erstickte.

Eine ära der enttäuschung

Es ist ein trauriger Rekord: Valencia wird zum siebten Mal in Folge ohne europäische Wettbewerbe auskommen. Diese Durststrecke übertrifft den bisherigen Negativrekord aus den 1980er Jahren, als der Verein in die zweite Liga abstieg. Seit dem 10. März 2020, als die Reise in der Champions League gegen Atalanta abrupt endete, scheint die internationale Bühne für die Valencianer unerreichbar.

Die Entwicklung der letzten Jahre ist erschreckend. Von einem ambitionierten Champions-League-Kandidaten ist der Verein zu einem Abgesang auf verpasste Chancen geworden. Die Tabelle der letzten Saisons liest sich wie eine Chronik des Niedergangs:

2019-20: 9. Platz, 53 Punkte

2020-21: 13. Platz, 43 Punkte

2021-22: 9. Platz, 48 Punkte

2022-23: 14. Platz, 42 Punkte

2023-24: 9. Platz, 49 Punkte

2024-25: 12. Platz, 46 Punkte

2025-26: 9. Platz, 49 Punkte

Die Ära unter Peter Lim, seit 2014, hat das Gesicht des Vereins nachhaltig verändert. Nur in drei von 13 Saisons gelang es, sich für einen europäischen Wettbewerb zu qualifizieren. Die Erinnerungen an die Champions-League-Finals und die Titel in den vergangenen Jahrzehnten scheinen in weiter Ferne zu liegen.

Die leeren versprechen des nou mestalla

Die leeren versprechen des nou mestalla

Ron Gourlay, der Fußball-CEO, hatte mit einem zweijährigen Plan gerechnet, um die Rückkehr nach Europa zu erreichen – verbunden mit dem Umzug in das neue Stadion, das Nou Mestalla. Doch diese Hoffnung ist geplatzt. Das alte Stadion, das seit 1923 steht, wird den Fußball ohne europäische Spiele verlassen. Ein trauriger Abschied von einer glorreichen Vergangenheit.

Präsident Kiat Lim, der Sohn des Hauptaktionärs Peter Lim, versprach ebenfalls eine Wende. „Die Rückkehr nach Europa muss ein Ziel für Valencia sein“, erklärte er im Dezember. Doch die Worte blieben ohne Taten. Carlos Corberán, der Trainer, konnte in seinem ersten Jahr nicht die erhoffte Trendwende einleiten.

Die kommenden Transferfenster werden entscheidend sein. Nur mit klugen Entscheidungen und einer neuen Strategie kann Valencia die lange Durststrecke beenden und wieder zu alter Stärke finden. Die Fans sehnen sich nach dem europäischen Fußball, nach dem Duell mit den besten Teams des Kontinents. Doch bis dahin bleibt die bittere Realität: Valencia ist ein Schatten seiner selbst, gefangen in einem Teufelskreis aus Enttäuschung und verpassten Chancen.

Die Saison 2025/26 endet somit nicht mit einem Knall, sondern mit einem resignierten Seufzer. Die Fledermäuse müssen sich eingestehen, dass sie den Anschluss an die europäische Elite verloren haben – und die Frage bleibt, wann und ob sie jemals wieder zurückkehren werden.