Valencia basket überlebt jaworski-feuerwerk und stoppt negativserie
88:83 – Nach der Euroleague-Euphorie kam der Schock: Justin Jaworski warf Surne Bilbao mit acht Dreiern und 31 Punkten fast allein auf die Siegerstraße. Doch im Roig Arena schlug Kameron Taylor in letzter Sekunde zurück und beendete die Mini-Krise der Hausherren.
Jaworski trifft, valencia zittert
Die erste Hälfte gehörte ganz Valencia. Ein 24:2-Lauf zwischen dem sechsten und 14. Minute sorgte für eine 47:29-Pausenführung – die Fans jubelten, dachten an alles, nur nicht an einen Kollaps. Dann trat Jaworski auf den Plan. Der 1,93-Meter-Guard verwandelte im dritten Viertel fünf Dreier am Stück, drehte das Spiel auf 55:52 für Bilbao und zwang Coach Pedro Martínez zur Auszeit.
Die Zahlen sprechen Bände: Jaworski traf sein achtes Dreier erst 76 Sekunden vor Schluss zum 81:80-Gäste-Vorsprung, egalisierte damit den Klubrekord der Basken in der ACB. Doch Valencia hatte Antworten. Taylor erlöste mit einem Drive und einem weiteren Dreier die 11.350 Zuschauer, sammelte am Ende 16 Punkte, zehn Rebounds und fünf Assists.

Defensive rettet den zweiten platz
Was selten erwähnt wird: Die Rotations-Defense des Favoriten. Nach dem Jaworski-Comeback wechselte Coach Martínez auf 2-3-Zone, zwang Bilbao zu schwierigen Mitteldistanz-Würfen und nahm Hlinason die Räume. Die Folge: in den letzten fünf Minuten nur noch fünf Feldtore der Gäste – und zwei entscheidende Ballverluste gegen das Pressing von Álvaro Cárdenas, der nach seiner Leihe aus Athen direkt ins Geschehen eingriff.
Valencia bleibt damit auf Kurs Rang zwei, Bilbao wartet weiter auf den ersten Play-off-Platz. Die nächste Woche entscheidet, ob die Euroleague-Träume auch in der heimischen Liga reichen – oder ob Jaworskis fast perfekter Abend doch noch Nachspielzeit bekommt.
