Alba berlin: playoff-debakel in vechta – calles' serie geht weiter!

Ein Schock für die Basketball-Fans in Berlin: Alba Berlin hat das erste Playoff-Spiel bei den Vechta Vikings mit 89:103 verloren. Die Leistung der Berliner war erschreckend, geprägt von Müdigkeit, Unaufmerksamkeit und einer erschreckenden Anzahl an Ballverlusten. Für Coach Pedro Calles bedeutet dies die bereits 16. Niederlage in Folge – eine Misere, die sich einfach nicht zu beenden scheint.

Vechta dominiert von anfang an

Von Beginn an wirkte Alba Berlin nicht auf die Playoffs eingestellt. Vechta hingegen präsentierte sich hellwach und dynamisch, nutzte die Fehler der Berliner gnadenlos aus und baute einen deutlichen Vorsprung auf. Die erste Hälfte endete mit einem komfortablen 11-Punkte-Vorsprung für die Gäste (37:50), ein Ergebnis, das die Probleme Albas deutlich machte. Die Berliner hatten Schwierigkeiten, ihre Würfe zu verwandeln (nur 42% der Zweier), während Vechta die Dreier wie am Fließband warf – eine statistische Dominanz, die den Unterschied ausmachte.

Ein fragwürdiger Moment: Im dritten Viertel kam es zu einem hitzigen Zwischenfall, als Vechtas Luc van Slooten nach einem Zusammenstoß mit J'wan Roberts theatralisch zu Boden ging. Die Schiedsrichter zögerten, baten um Video-Beweis, doch die Wiederholung zeigte deutlich: Van Slooten übertrieb seine Reaktion maßlos. Ein Flopping-Foul wäre hier angebracht gewesen, doch der Schiedsrichter entschied anders – eine Entscheidung, die für viel Kritik sorgte.

Alba unter druck – can calles das ruder herumreißen?

Alba unter druck – can calles das ruder herumreißen?

Die Berliner müssen sich fragen, was schiefgelaufen ist. Die Ausrede des fehlenden Malte Delow wegen einer Gehirnerschütterung im Training mag eine Erklärung sein, aber sie entschuldigt nicht die erschlaffte Leistung des gesamten Teams. Vechta, die am Vortag noch ein anstrengendes Play-In-Spiel gegen Trier bestritten hatten, wirkten fitter und fokussierter. Die Zuschauer, darunter die Ex-Berliner Yanni Wetzell und Elias Rapieque, genossen den Abend sichtlich – auf Kosten Albas.

Die Bilanz in der regulären Saison mag zwar Alba-Siege zeigen, doch dieses Spiel verdeutlicht: Vechta ist kein leichter Gegner. Am Dienstag steht das Rückspiel in Berlin an (18:30 Uhr), und Alba muss gewinnen, um nicht frühzeitig die Serie zu verlieren. Moses Wood konnte mit 20 Punkten zwar überzeugen, doch Tevin Brown (Vechta, 30 Punkte) war der strahlende Held des Abends.

Die Frage, die sich nun stellt: Kann Pedro Calles seine Mannschaft schnell genug auf die Spur bringen? Nach dieser erbärmlichen Vorstellung müssen die Berliner liefern – sonst droht eine frühzeitige und demütigende Niederlage in den Playoffs. Die Fans haben Grund zur Sorge.