Valencia basket fegt zaragoza vom platz und träumt vom double
Valencia Basket steht im Finale der Liga Femenina. Die Mannschaft von Trainer Rubén Burgos schlug Casademont Zaragoza mit 72:82 und demonstrierte dabei, warum sie Titelverteidigerin ist. Das Spiel war nach dem ersten Viertel entschieden, doch der Weg zum Sieg war voller kleiner Sprengstücke.
Leo fiebich wird zur zitterwaffe
Die Deutsche Leo Fiebich war es, die Zaragoza in den ersten zehn Minuten mit vier verwandelten Dreiern aus der Distanz schockte. Ihre 18 Punkte und 4/5 Treffer jenseits der Linie stehen buchstäblich in den Statistik-Tabellen, wirken aber im Rückblick wie ein Schnellfeuergewehr. Khaalia Hillsman komplettierte das Duo der Verdammnis: 14 Punkte, 21 Wertungspunkte, ein Brett im Brett.
Zaragoza kam nie in Tritt. Merritt Hempe und Helena Pueyo landeten zwar Auswärtsschalldämpfer, doch jedes Mal, wenn sich die Aragonesinnen auf 5 Punkte herankämpften, antwortete Valencia mit einem Doppeldreher: Carrera, Fiebich, wieder Carrera. Der 35:46-Pausenstand spiegelte die Gefühllage wider – die Hälfte der Anhänger sang „Sí se puede“, die andere Hälfte wusste, dass es nicht reichen würde.

Drei minuten reichten, um den traum zu erlösen
Nach dem Seitenwechsel ein Aufschrei: 8-0 für Zaragoza, 43:46. Dann knallte Elena Buenavida einen Dreier, gefolgt von zwei Ballverlusten der Gäste. Die Uhr tickte runter auf 6:30 Minuten – und plötzlich war da wieder Fiebich. Drei Triples in Folge, 54:67, Spiel entschieden. Ivon Anderson verwandelte jeden zweiten Ball, den sie berührte, und als Awa Fam mit zwei Minuten Restzeit auf 68:78 stellte, war selbst die lauteste Fangruppe der Mañas verstummt.
Die Titelverteidigerinnen werfen damit bereits zum zweiten Mal in 24 Stunden den Satz „Wir sind wieder da“ in den Raum. Am Sonntag, 18.30 Uhr, geht es gegen Perfumerías Avenida. Wer danach noch behauptet, Frauen-Basketball sei vorhersehbar, hat offensichtlich nicht in Tarragona zugesehen.
