Umstrittener sieg: yverdon im cup-halbfinal – xamax tobt nach strittigem handspiel
Yverdon erreicht halbfinal – entscheidender treffer sorgt für aufregung
Yverdon hat sich im Schweizer Cup ins Halbfinal durchgesetzt, doch der 2:1-Sieg gegen Neuenburg Xamax ist von heftigen Diskussionen überschattet. Der entscheidende Treffer von Elias Pasche fiel nach einem klaren Handspiel, welches die Schiedsrichter offenbar übersehen haben. Der Xamax-Trainer Anthony Braizat zeigte sich nach dem Spiel sichtlich verärgert.

Xamax-trainer braizat: „ein riesiges handspiel“
Bis zur 33. Minute verlief das Spiel für Xamax nach Plan. Shkelqim Demhasaj brachte die Neuenburger in Führung und schürte die Hoffnung auf eine Überraschung gegen den favorisierten Super-League-Vertreter. Doch nur 13 Minuten später folgte der umstrittene Ausgleich. Pasche traf zwar, jedoch nach einer deutlichen Handberührung. Braizat äußerte sich enttäuscht: „Ich bin sehr enttäuscht und frustriert, es ist ein riesiges Handspiel. Ich will nicht sagen, dass wir beraubt wurden, aber ich bin sehr enttäuscht.“

Schiedsrichterliche entscheidung unter kritik
Der Schiedsrichter Luca Piccolo und sein Team ließen das Tor trotz vehementer Proteste der Xamax-Spieler gelten. Besonders brisant: Der Linienrichter wurde in der Halbzeitpause ausgetauscht. Braizat kommentierte dies scharf: „Wie es der Zufall will, wechselt er zur Pause den Linienrichter aus. Ich habe ihnen gesagt, dass das eine Schande ist.“

Schiedsrichter rechtfertigen entscheidung
Die Schiedsrichter erklärten, dass sie den Armkontakt nicht eindeutig feststellen konnten, auch nach Überprüfung der Bilder während der Halbzeitpause. Braizat zeigte sich dennoch versöhnlich: „Wir haben ein Messer in den Rücken bekommen, aber das müssen wir akzeptieren. Das macht auch den Reiz des Pokals aus. Wir spielen jedes Wochenende in der Challenge League ohne VAR. Schiedsrichter sind auch nur Menschen, auch wenn ich mich über sie beschwere.“
Pasche relativiert: „50:50-check“
Elias Pasche selbst äußerte sich nach dem Spiel zurückhaltend: „Der Schiedsrichter hat es nicht gesehen, ich muss mir die Bilder ansehen. Ich hatte das Gefühl, dass ich einen 50:50-Check gemacht habe, Arm-Schulter. Er ließ die Aktion zu Ende gehen, ich schoss und traf. Das sind die Fakten des Spiels. Heute geht es in unsere Richtung und wir sind zufrieden.“
Blick nach vorne: nächster gegner slo
Trotz des Schocks über das Ausscheiden wollte Braizat die Schuld nicht allein den Schiedsrichtern geben: „Wir haben es nicht geschafft, das Richtige zu tun, um ins Spiel zurückzukommen. Sie haben ihn gemacht und auf Konter gespielt. Wir müssen uns jetzt schnell auf das Spiel gegen SLO konzentrieren, eine Mannschaft, die uns in dieser Saison zweimal geschlagen hat.“
