Tus n-lübbecke schmeißt 120.000-euro-position doppelt um: jungspund eisele jagt bergemann

Der TuS N-Lübbecke hat seine Rechtsaußen-Planung binnen 48 Stunden komplett über Bord geworfen. Statt Bence Hornyak setzt der Aufstiegsaspirant ab Sommer auf das Duo Thies Bergemann und Felix Eisele – ein Cut, der die Konkurrenz in der 2. Bundesliga aufhorchen lässt.

Ein 21-jähriger, der kein blatt vor den mund nimmt

„Ich will Tore schießen und nicht nur dabei sein“, sagt Eisele am Telefon. Der Balinger, der sich über die Reserve in die Oberliga gekämpft hat, unterschreibt einen Zweijahresvertrag bis 2026. Für ihn bedeutet das: 40 Minuten Fahrzeit, aber 100 Prozent Vertrauen. „Die Gespräche mit Rolf Hermann haben klargemacht: Hier zählt Leistung, nicht das Geburtsdatum.“

Hinter den Kulissen arbeitete Sportchef Hermann schon wochenlang an der Umstrukturierung. Hornyak kam vor zwölf Monaten als Notlösung, lief 17-mal auf und blieb bei 16 Treffern. Zu wenig, zu spät. „Wir danken Bence für jeden Einsatz, aber wir brauchen Tempo statt Taktik“, so Hermann. Die Trennung erfolgt einvernehmlich, der Ungar sucht nun in Göppingen Spielzeit.

Die rechnung geht auf oder geht sie nicht?

Die rechnung geht auf oder geht sie nicht?

Mit Bergemann (27) und Eisele (21) besetzt Lübbecke künftig die jüngste Rechtsaußen-Rotation der Liga. Geschätzte Marktwert-Differenz: 120.000 Euro Jahresgehalt gespart, 90.000 Euro neu investiert. Trainer Davor Dominikovic setzt auf Gegenpressing statt Einzelaktionen. „Wenn die Jungen rennen, rennt das ganze Team“, sagt er.

Die Message ist klar: Lübbecke will nicht mehr nur mitspielen, sondern direkt wieder in die Bundesliga. Eisele hat sich schon ein Ziel gesetzt: „15 Tore bis Weihnachten, dann reden wir weiter.“ Die Uhr tickt – und auf rechts außen jetzt doppelt so schnell.