Tus n-lübbecke bindet youngster sturhahn bis 2027 – regionalliga bleibt schlüssel
Tjorven Sturhahn bleibt
. Der 20-Jährige unterschreibt beim TuS N-Lübbecke vorzeitig bis Juli 2027 und sichert sich damit nicht nur ein drittes Bundesliga-Jahr, sondern auch ein festes Ticket für die Startelf der LIT 1912. Sieben Treffer in zwölf Zweitliga-Einsätzen reichten, um Geschäftsführer Rolf Hermann die Koffer mit Spielpraxis noch ein Jahr länger zu öffnen.Der doppelpass: bundesliga-duft und regionalliga-minuten
Sturhahns Deal ist kein Standardvertrag. Er ist ein Lehrstück darüber, wie der Club seine Talente nicht nur hütet, sondern ihnen Luft verschafft. Parallel zur Lizenzmannschaft läuft der Linksaußen für die eigene Regionalliga-Reserve auf – ein Modell, das dem TuS seit Jahren Jugendliche vor dem Absturz in die Versenkung bewahrt. „Wir wollen keine Rohrkrepierer“, sagt Hermann, „sondern Spieler, die wissen, wofür sie morgen brennen.“
Seit seinem Wechsel von GWD Minden im Sommer 2024 pendelte Sturhahn zwischen beiden Teams. Trainer Davor Dominikovic lobte vor allem die Trainingsintensität: „Er kommt, macht seine Reps, fragt nach Video. Dann steht er abends in der Halle und trifft.“ Die Belohnung folgt postwendend: Einsatzzeiten gegen Hildesheim und Bietigheim, dazwischen 90 Minuten in der Regionalliga gegen HSG Bergedorf – kein Zufall, sondern Plan.
Für Sturhahn selbst klingt der neue Kontrakt wie ein Befreiungsschlag. „Ich brauche keine Monate auf der Bank, ich brauche Spiele“, sagt der Oberlübberaner. Die letzten Wochen hätten gezeigt, „dass der Weg stimmt“. Mit 1,85 Metern und 82 Kilo ist er kein Riese, aber schnell genug, um Außenverteidiger ins Leere laufen zu lassen. Die sieben Tore sind erst der Anfang – interne Daten zählen 23 erfolgreiche Tempogegenstöße in dieser Spielzeit, nur zwei Abspielfehler.

Blazicko-vorlage: nächster jungspund folgt
Mit Patrik Blazicko existiert bereits eine Erfolgsvorlage. Der Kroate kam 2022 als Unbekannter, absolvierte 58 Regionalliga-Spiele und steht mittlerweile fest im Bundesliga-Kader. Hermann nennt das „serielle Entwicklung“: „Wir kopieren nicht, wir wiederholen nur, was funktioniert.“ Für Sturhahn heißt das: 2025 mindestens 25 Ligaspiele, 2026 den Sprung in den erweiterten Kader für die Relegation – interne Vorgabe.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: In den vergangenen fünf Jahren stiegen acht Spieler aus der LIT-Truppe in den Profi-Kader auf, fünf davon erhielten anschließend Verträge über mindestens zwei Jahre. Kein Zweitligist veröffentlicht derart offen seine Förderbilanz. Sturhahn ist Teil dieser Statistik – und aktiv daran interessiert, sie nach oben zu korrigieren.
Am Samstag trifft N-Lübbecke auf die TSG Friesenheim. Für Sturhahn steht bereits fest: Er beginnt in der Startformation der Reserve, springt bei Bedarf in die Erste. Eine Belastung? „Lieber zwei Spiele als keins“, sagt er und grinst. Der Vertrag ist unterschrieben, der Körper bereit. Nun muss nur noch der Ball ins Netz – und die Uhr bis 2027 tickt bereits.
