Tudor zerstört kinsky nach 17 minuten: spurs-chaos erreicht neuen tiefpunkt

17 Minuten reichten, um eine Karriere zu erschüttern und einen Trainer zu entlarven. Antonin Kinsky, 22 Jahre, Champions-League-Debüt, stand nach einem Fehlstart gegen Atlético Madrid wie ein Schuljunge da – und wurde dann einfach abgeschaltet. Igor Tudor zog den Stecker, weil er keinen anderen Ausweg mehr sah. Die Bilder gingen um die Welt: ein Keeper, der sich versteckt, ein Coach, der ihn schützend vor die Medien schickt, aber selbst nicht mit ihm redet.

Die zahlen lügen nicht: 0:3 nach 17 minuten, 14 gegentore unter tudor

Der Kroate sprach von „Team-Schutz“, doch wer schützt den Jungen, der nach Wochen auf der Bank plötzlich im Achtelfinale springen sollte? Kinsky hatte seit Ende Oktober 2025 kein Pflichtspiel mehr gespielt, Tudor setzte ihn trotzdem ins Feuer. Zwei Bälle rutschten durch seine Hände, das dritte war ein Klacks. Dann kam Guglielmo Vicario rein – und kassierte weitere zwei. Am Ende stand ein 2:5, die sechste Niederlage in Serie.

Im Mixed-Zone entschuldigte sich Kinsky bei seinen Mitspielern, während Tudor vor der Presse erklärte, „es gebe nie nur einen Schuldigen“. Dabei war es genau diese Haltung, die ehemalige Keeper-Legende Joe Hart bei TNT Sports auf die Palme brachte: „Wenn du deinen Torwart nicht mal in die Augen schaust, kannst du keine Führung sein.“ Hart sprach von „Tiefpunkt menschlicher Kälte“ und warf Tottenham vor, „ganz außer sich selbst“ zu sein.

Tudor steht auf dem scherbenhaufen von vier pleiten – und fragt sich, wer ihn hält

Tudor steht auf dem scherbenhaufen von vier pleiten – und fragt sich, wer ihn hält

Die Statistik ist gnadenlos: vier Spiele, vier Niederlagen, 14 Gegentore. Kein Interimstrainer in der Geschichte der Spurs startete schlechter. Die Kabine brodelt, die Fans pfeifen, und die sportliche Leitung schweigt. Intern ist man sich einig: Tudor rettet nicht die Saison, er versiegt mit ihr. Die Frage ist nicht mehr, ob der Kroate geht, sondern wann und wen man als nächstes opfert.

Kinsky wird wieder auf die Bank rutschen, vielleicht auf die Tribüne. Sein Vertrag läuft 2027, doch nach 17 Minuten in Madrid zählt nur noch eins: die nächste Chance. Sie kommt bestimmt – nur nicht unter Tudor. Tottenham dagegen muss sich fragen, wie viele Talente noch zerbrechen, bevor das eigene System endlich funktioniert. Die Antwort liegt im Spielplan: nächste Woche Rückspiel in Madrid. Ohne Kinsky, wohl auch ohne Tudor. Die Königsklasse wartet nicht auf Tränen.