Tuchel-turpin-drama bei der wm: die rechnung aus münchen ist fällig

Dallas, Texas – Die WM-Vorbereitung der Three Lions bekommt eine pikante Note: Thomas Tuchel muss sich in Dallas dem Schiedsrichter Clément Turpin stellen – und das nach einer verbalen Abrechnung, die vor drei Jahren für Aufsehen sorgte. Der deutsche Coach hat Turpin nach dem Champions-League-Aus gegen Manchester City mit einer „Note sechs“ vermöbelt. Jetzt kommt das Duell mit Kroatien und der Ghost von München.

Die „note sechs“-affäre: ein emotionaler abend in münchen

Es war ein Abend voller Frust und Enttäuschung. Nach dem verlorenen Viertelfinal-Spiel gegen Manchester City ließ Tuchel seiner Wut Luft und schimpfte auf Turpin. „Absolut furchtbar“, war seine Einschätzung, untermauert mit der drastischen „Note sechs“. Jede Entscheidung gegen Bayern, so Tuchel damals, sei unfair gewesen. Das Spiel sei von Anfang an entschieden worden.

„Er war mit meinem Verhalten während des Spiels nicht zufrieden, deshalb hat er mir die rote Karte gezeigt, und ich war mit seiner Leistung nicht zufrieden“, blickt Tuchel heute zurück. Die Rote Karte, die er damals erhielt, sei eine Konsequenz seines Verhaltens gewesen, aber die Leistung des Schiedsrichters ließ für ihn keine Zweifel zu. Er räumt ein, dass es ein emotionaler Abend war, ein wichtiger Champions-League-Abend. „Als Trainer ist es besser, nicht über Schiedsrichter zu sprechen. Das ist nicht immer möglich.“

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Neben der emotionalen Komponente plant Tuchel auch taktisch vorzubereiten. Nach dem Spiel gegen Kroatien soll ein zusätzliches Testspiel anberaumt werden. „Einfach, um die Zeit zu nutzen. Wir haben viele Tage zwischen den Spielen. Wir können den Spielern, die morgen nicht so viele Minuten spielen, richtige Spielpraxis geben“, erklärte Tuchel. Schon im Vorfeld der WM hatte das englische Nationalteam hinter verschlossenen Türen gegen den zweitklassigen Miami FC getestet.

Die Faszination des Fußballs liegt oft in solchen Momenten der Spannung und der persönlichen Geschichten. Wie sich Tuchel und Turpin bei der WM auseinandersetzen werden, bleibt abzuwarten. Fest steht: Der Schiedsrichter wird einiges zu verarbeiten haben.