Tuchel feuert auf: englischer nationalspieler wird lautstark zur schnecke gemacht!
Schalke, Dortmund, München – und jetzt London? Thomas Tuchel, der deutsche Trainer der englischen Nationalmannschaft, hat im Training mit einer Ansage an Djed Spence für ordentlich Wirbel gesorgt. Die Szene erinnert an Tuchels Zeit beim FSV Mainz 05 und lässt deutsche Fußballfans schaudern – oder auch belustigt aufatmen.

Die ausraster-gene des trainers
Was genau geschah? Während einer Trainingsübung forderte Tuchel seinen Außenverteidiger Djed Spence vehement – und lautstark – auf, sich mehr anzustrengen. „Djed, Djed, Djed, wach auf! Wach auf! Es sind schon fünf Minuten, auf geht’s!“, soll der Coach gebrüllt haben, wie Videos in den sozialen Medien zeigen. Die Intensität der Worte, gepaart mit der lautstarken Art, ließ Erinnerungen an Tuchels frühere Eskapade beim Mainz aufleben, als er das damalige Talent Shawn Parker öffentlich zur Rede stellte.
Doch im Gegensatz zu dieser Episode zeigte Tuchel bei Spence eine deutlich entspanntere Haltung. Der junge Spieler nahm die Kritik sichtlich gelassen und betonte, dass er die hohen Erwartungen seines Trainers schätzt. „Jede Einheit muss von höchster Qualität sein. Das erwartet er von uns, es ist gut“, erklärte Spence gegenüber Sky Sports. Er wies zudem darauf hin, dass die Kritik nicht auf ihn allein beschränkt war: „Es ist Teil des Spiels.“
Ein Umfeld, das funktioniert Die Reaktion von Spence unterstreicht, dass Tuchel offenbar eine Atmosphäre geschaffen hat, in der ehrliche, wenn auch direkte, Kritik als konstruktiv wahrgenommen wird. Die Leistung der englischen Nationalmannschaft bei der WM spricht ebenfalls für sich: Der Sieg gegen Kroatien mit 4:2 war ein vielversprechender Start. Der Respekt, den Spence seinem Trainer entgegenbringt, ist bezeichnend: „Wir können etwas Besonderes erreichen. Ich glaube, Tuchel hat diese Atmosphäre mit diesem Team aufgebaut.“
Am Dienstag trifft England im zweiten Gruppenspiel auf Ghana (22 Uhr im LIVETICKER), bevor im letzten Gruppenspiel Panama wartet. Ob Tuchel erneut mit lauten Worten aufräumen wird, bleibt abzuwarten. Aber eines ist klar: Der deutsche Trainer scheint seinen eigenen, unkonventionellen Weg zu gehen – und das scheint in London zu funktionieren.
