Alba krönt sich und schickt gleich vier weitere bbl-teams nach europa
Alba Berlin hat
mit der Meisterschaft nicht nur den FC Bayern erledigt, sondern auch die Champions-League-Karten neu gemischt. Berlin ist gesetzt, Bamberg und Bonn ebenso – und plötzlich reicht ein Sieg im September, damit auch Würzburg und Vechta mitspringen. Fünf deutsche Teams in der drittkößten europäischen Liga – so viele waren es noch nie.Berlin darf diesmal planen statt betteln
Vor zwölf Monaten musste Alba noch um eine Wildcard bitten, weil die Euroleague-Freiwilligkeit die FIBA-Kriterien sprengte. Jetzt steht der Bundesligameister als gesetzter Vertreter im Feld – eine 16-köpfige Schar von Landesmeistern, die sich kein Turniergeld erkaufen, sondern sich sportlich qualifizieren müssen. Das ist der Unterschied zur privatwirtschaftlichen Euroleague: Punkte zählen, nicht Präsenz.

Bonn kehrt an den ort seines größten coups zurück
Die Telekom Baskets Bonn holten 2023 als erstes deutsches Team den Pokal, verloren dann nahezu alles – Chefcoach Tuomas Iisalo wechselte in die NBA, die Stars zerstreuten sich in ganz Europa. Unter Marko Stankovic bauten die Rheinländer neu und landeten prompt wieder im Halbfinale. Jetzt geht es zum siebten Mal in Folge auf FIBA-Reisen. „Die Qualifikation war Programm, nicht Wunsch“, sagt Geschäftsführer Simon Pallmann.

Quali-turnier wird zum deutschen showdown
Am 14. September starten zwei Qualifikationsfenster. Im zweiten Turnier treffen Würzburg und Vechta auf zwölf weitere Herausforderer – nur der Sieger rutscht ins Hauptfeld, die Verlierer landen im FIBA Europe Cup. Dreer Gruppenauslosung folgt am 8. Juli in der FIBA-Zentrale in Mies. Erster Spieltag der Champions-League-Saison 2026/27 ist der 6. Oktober. Bonn weiß, wie schnell sich eine Saison mit einem einzigen Turnierwochenende entscheiden kann.
Die Botschaft ist klar: Wer in der BBL oben mitspielt, bekommt jetzt automatisch eine zweite Bühne. Und Bayern? Schauen von oben nur noch zu.
