Granada cf in der zange: fans erheben sich gegen drohenden ruin

Der Granada CF schwankt. Nach einer Saison, die jede Hoffnung erstickte, bahnt sich im Sommer 2024 eine Katastrophe an – und die Stadt reagiert. 200 Fans standen gestern vor dem Estadio Nuevo Los Cármenes, kein Jubel, nur Forderungen: „Jetzt reicht’s!“

Ein verein ohne kompass

Die Akademie bröckelt, die Frauenmannschaft existiert nur noch auf dem Papier, die Geschäftsstelle wurde halbiert. Dazu fliegen Zahlen über mögliche Verkaufsgespräche durch die Medien, während die Vereinsspitze schweigt. Das alles kochte 20 Jahre nach dem legendären Aufstieg gegen Guadalajara, der einst den Klub vor dem Untergang rettete, erneut hoch.

Die Unión Granadinista rief zur Kundgebung. Ihr Vorwurf: „Der Klub driftet in eine sehr gefährliche Richtung – ohne Plan, ohne Erklärungen, nur mit Konsequenzen, die wehtun.“

Die spaltung der grada

Die spaltung der grada

Die G19, Dachverband der offiziellen Fanclubs, blieb demonstrativ fern. „Die Saison hat noch nicht begonnen, wir warten“, hieß es dort. Diese Zurückhaltung spaltet: Fünf Peñas verließen sofort die G19. Die Lager stehen sich offen feindlich gegenüber, ein Schaden, der länger nachwirken könnte als jede Tabellenkrise.

Die 200 Demonstranten trugen Transparente mit dem Slogan „Ahora toca“ – „Jetzt ist der Moment“. Sie skandierten: „Granada ist keine Firma, Granada ist unsere Geschichte.“ Das Manifiesto fordert Transparenz, echte Veränderung und, falls die Eigentümer das Erbe nicht wahren wollen, einen ehrlichen Verkauf statt endloser Spekulation.

Die uhr tickt laut

Die uhr tickt laut

Die Geschäftsführung sitzt auf einem Pulverfass. Jeder weitere Tag des Schweigens vergrößert die Distanz zwischen Rasen und Rängen. Der Vorstand muss endlich Zahlen, Namen und Pläne liefern – sonst übernehmen die Straße und die sozialen Netzwerke das Kommando. Der Ball liegt beim Präsidium, aber die Zeit läuft ab.