Tsitsipas stürzt aus den top 50: jetzt droht das aus vor dem 30.

Stefanos Tsitsipas ist raus – und zwar nicht nur aus Indian Wells, sondern aus der Tennis-Weltspitze. Nach dem Erstrundenaus in der Wüste rutschte der Grieche erstmals seit acht Jahren aus den Top 50. Ein freier Fall, der selbst seine Familie sprachlos macht.

Der körper rebelliert, der kopf folgt

Was wie ein Ausrutscher aussah, entpuppt sich als Systemkrisis. Seit zwölf Monaten schafft Tsitsipas keine zwei Siege hintereinander. Der Rücken, seit US Open 2025 nur mit Schmerzmittel spielbar, schickt Stichworte wie Karriere-Ende. „Ich hatte Tage, auf denen ich nicht laufen konnte“, sagt er nach der Niederlage gegen Daniel Altmaier. Die Folge: Er überdenkt, ob 27 Jahre schon das Ende sind.

Die Zahlen sind gnadenlos. 2021 noch Dritter der Welt, 2026 auf Platz 55 abgestürzt. Seine Quote gegen die Top 20 seit Miami 2025: 2:11. Die einstige Vorhand, die Djokovic noch in die Hocke zwang, fliegt heute ins Netz, weil die Rotation fehlt – ein Millimeter, der über Monate den Unterschied zwischen Winner und Fehler markiert.

Coaching-carrousel und vater apostolos

Coaching-carrousel und vater apostolos

Parallel zum körperlichen Verfall tobt ein Machtkampf hinter den Kulissen. Goran Ivanisevic kam, kritisierte öffentlich, ging wieder. Patrick Mouratoglou kehrte zurück – und verließ den Camp nach nur zwölf Wochen. Dazwischen steht Apostolos Tsitsipas, laut, omnipräsent, wieder offiziell Coach. Ein Vater, der seinen Sohn nicht loslässt, obwohl dessen Spiel nach Freiheit schreit.

Die Trennung von Paula Badosa im Herbst 2025 setzt dem Mentalzustand die Krone auf. Insider berichten, Tsitsipas habe nachts Videos seiner besten Matches analysiert, bis das Tablet neben dem Bett glühte – und trotzdem morgens mit zitternder Hand zum Aufschlag gestanden.

Miami wird zur letzten rampe

Miami wird zur letzten rampe

Die Frist, die er sich selbst gesetzt hat, läuft in Miami ab. Sollte er vor dem Achtelfinale scheitern, will er „Grundsatzentscheidungen“ treffen. In der Players-Lounge flüstert man bereits, er habe ein Angebot für ein Fernsehstudio aus Athen erhalten. Das wäre das Ende einer Ära, die einst mit dem Mythos der ewigen griechischen Nummer eins begann.

Für TSV Pelkum Sportwelt heißt das: Wer ihn live sehen will, sollte sich beeilen. Vielleicht erleben wir nicht mehr lange Tsitsipas auf dem Court, sondern nur noch als Kommentator, der über sich selbst spricht – und dabei die Frage offen lässt, was wäre, wenn der Rücken nicht revoltiert hätte.