Trump zerstört murphys traum im letzten frame und stoppt seine eigene horror-serie
Judd Trump hat in Manchester die Tour Championship aufgerissen. Der Weltranglistenerste schmiss Shaun Murphy im Viertelfinale raus – und das, nachdem er zuvor sieben Decider in dieser Saison verloren hatte. 10:9 hieß es am Ende, ein Ergebnis, das ganz neues Selbstvertrauen in den 35-Jährigen pumpt.
Murphy fliegt raus – trump fliegt auf
Der Start gehörte Murphy. 2:0, souverän, mit dem sicheren Gefühl eines Mannes, der weiß, dass er hier gewinnen kann. Doch Trump konterte mit einem 140er Century – ein Statement. Die erste Session endete 4:4, und schon war klar: Das wird ein Kampf bis zur letzten Kugel.
Nach der Pause legte Murphy vor, drei Frames in Folge, 7:5. Trump blieb dran, schaffte den Ausgleich und holte sich mit einem 137er Break die 9:8-Führung. Murphy antwortete mit einem 96er – 9:9. Der Decider. Die Achterbahn war perfekt.

Der frame, der alles ändert
Trump begann nervös, vergab einen einfachen Ball. Murphy konnte den Vorteil aber nicht nutzen. Die Kugeln rollten hin und her, bis Trump nur noch Schwarz lochen musste – und ihn verpasste. Murphy kam nicht mehr zurück. Trump holte sich den Frame, den Sieg, die Ruhe.
Das war nicht nur ein Erfolg gegen Murphy. Es war ein Schlag gegen die eigenen Zweifel. „Endlich“, sagte Trump hinterher, „hat mein Kopf wieder mitgespielt.“
Die Tour Championship geht weiter mit Neil Robertson gegen Barry Hawkins und Zhao Xintong gegen Chris Wakelin. Beide führen 5:3 nach der ersten Session. Mark Selby und John Higgins stehen sich noch gegenüber – ein Duell, das sicher auch einige Dramen bereithält.
Trump jedenfalls hat seinen ersten Decider-Sieg der Saison – und vielleicht den wichtigsten seiner Karriere.
