Trump willigt umzug des wm-fußballs nach italien – wegen trump und meloni?
Washington – Ein diplomatischer Coup oder ein politischer Schachzug? Berichten des „Financial Times“ zufolge soll ein hochrangiger Vertreter von US-Präsident Donald Trump bei der FIFA die Idee geäußert haben, Iran durch Italien bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zu ersetzen. Die Umstände und die Motive hinter dieser überraschenden Initiative werfen Fragen auf und haben bereits für Verwirrung in der internationalen Fußballwelt gesorgt.
Die überraschende forderung aus washington
Laut dem „Financial Times“ soll Paolo Zampolli, ein Sonderbeauftigter Trumps, dem FIFA-Präsidenten Gianni Infantino diesen Vorschlag unterbreitet haben. Begründung: Italiens vier Weltmeistertitel rechtfertigten eine Teilnahme an der WM, die in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen wird. Zampolli selbst bestätigte die Äußerung: „Ich habe Trump und Infantino vorgeschlagen, Italien anstelle von Iran bei der WM zu sehen. Als Italiener wäre es ein Traum, die Azzurri in einem von den USA ausgerichteten Turnier zu erleben.“
Die Initiative scheint jedoch nicht nur sportlicher Natur zu sein. Beobachter vermuten, dass hinter dem Vorschlag der Versuch steht, die angespannten Beziehungen zwischen Trump und der italienischen Premierministerin Giorgia Meloni zu kitten. Meloni hatte sich öffentlich von Trump distanziert, unter anderem aufgrund seiner Haltung zur Iran-Frage und seiner Kritik am Papst. Ein Platz für Italien bei der WM könnte also als politische Geste gewertet werden.
Die Reaktion aus Teheran ist eindeutig: Trotz vorheriger Andeutungen, nicht am Turnier teilnehmen zu können, hat der iranische Fußballverband seine Teilnahme an der WM 2026 bekräftigt. Gianni Infantino betonte daraufhin, dass die iranische Nationalmannschaft zweifelsfrei am Turnier teilnehmen werde, da sie sich qualifiziert habe. „Sie müssen spielen, wenn sie ihr Volk vertreten wollen“, erklärte er.

Ein riskantes spiel mit der internationalen politik
Die Idee, ein Fußball-Turnier für politische Zwecke zu missbrauchen, ist alles andere als neu. Doch die Dimension dieser Initiative, die einen vermeintlichen Verbündeten (Italien) und einen erklärten Feind (Iran) in die Waagschale wirft, ist beispiellos. Es bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen dieser diplomatische Vorfall für die FIFA und die internationalen Beziehungen haben wird. Die WM 2026 droht, zum Spielfeld eines politischen Machtspiels zu werden, das weit über den Sport hinausgeht.
Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Plan tatsächlich umgesetzt wird, ist gering. Dennoch unterstreicht die Geschichte die Bereitschaft, Fußball als Instrument zur Erreichung politischer Ziele einzusetzen – mit potenziell weitreichenden Folgen.
