Trump triumphiert in manchester – frustriert von seinem eigenen equipment!

Manchester bebte am Freitagabend, als Judd Trump im Halbfinale der Tour Championship gegen Neil Robertson einen hart erkämpften 10:4-Sieg errang. Doch der Jubel des Weltranglistenführers wurde von Frustration überschattet – ein Problem mit seinem eigenen Queue-Tip droht seine Erfolgsserie zu gefährden.

Ein holpriger sieg und eine bittere beschwerde

Ein holpriger sieg und eine bittere beschwerde

Die Partie verlief zunächst einseitig, Trump übernahm früh die Kontrolle und führte bereits mit 6:0. Robertson zeigte zwar kämpferische Ansätze und konnte noch vier Frames für sich entscheiden, doch die Dominanz Trumps war unübersehbar. Doch nach dem Spiel offenbarte der Engländer am Mikrofon von "Channel 5" seine Unzufriedenheit: "Das war ein Kampf. Keiner von uns hat großartig gespielt. Ich habe stark begonnen in den ersten drei Frames und dann ging es etwas abwärts."

Der Grund für Trumps angeschlagene Stimmung ist ein ärgerliches Problem mit seinem Queue-Tip. Schon während des gesamten Turniers habe er damit zu kämpfen, so der 36-Jährige. "Nichts stimmt damit. Der Tip ist zu flach, ich verfehle alles. Das ist wie ein Glücksspiel“, klagte Trump, dessen normalerweise blitzsaubere Technik an diesem Abend zu kurz kam. Die Zuschauer waren Zeugen eines Spiels, in dem der Weltmeister deutlich unter seinen Möglichkeiten blieb, was die Frustration noch verstärkte.

Die Konsequenzen für das Finale sind ungewiss. Kann Trump sein Equipmentproblem kurzfristig lösen, oder wird es ihn auch im Finale gegen den Sieger des Duells zwischen John Higgins und Zhao Xintong – welches am Samstag stattfindet – beeinträchtigen? Das Endspiel am Sonntag verspricht Spannung, nicht zuletzt wegen der ungewissen Form des Titelverteidigers.

Die Tour Championship geht damit in die nächste Runde. Die Zuschauer dürfen gespannt sein, ob Trump seine Probleme in den Griff bekommt und seine beeindruckende Form wiederfindet, oder ob Robertson und Higgins/Xintong die Chance nutzen werden, den Weltmeister zu entthronen. Die Live-Übertragungen auf Eurosport und HBO Max bleiben die erste Anlaufstelle für Snooker-Fans.