Tresoldi jubelt wieder: u21 muss griechenland weghauen, sonst droht em-playoff-angst
Nicoló Tresoldi traf gegen Nordirland doppelt, zog sich das deutsche Trikot über den Kopf und schrie. Jetzt droht der nächste Schrei: Entweder die deutsche U21 gewinnt am Dienstag in Athen oder sie rutscht in die Unsicherheit der Playoffs. Ein Sieg mit zwei Toren Vorsprung ist Pflicht, um Griechenland von der Spitze zu stoßen. Sonst droht ein Spätsommer voller Qualifikationsangst.
Di salvo warnt vor 16.000 feurigen griechen
Antonio Di Salvo spricht leise, aber die Worte knallen. „Da wird eine Wand stehen, die uns nach voren peitschen wird“, sagt er über das Leoforos-Stadion, das 16.000 Zuschauer aufnimmt – Eintritt frei, Emotionen auf Level Zehn. Der Bundestrainer erinnert sich an Oktober, als sein Team nach 14 Minuten 0:2 hinten lag und am Ende mit 2:3 unterging. „Wir sind weiter“, behauptet er. Beweise will er liefern, nicht labern.
Tom Bischof, 20, Bayern-Auszubildender mit Champions-League-Minuten im Bein, redet nicht von Weiterkommen, sondern von „Weghauen“. Sein Satz: „Natürlich immer. Wir sind Deutschland.“ Klingt wie Sprücheklopfen, ist aber Strategie. Die Aufholjagd im Hinspiel misslang, weil die Hintermannschaft nach Standards auseinanderbrach. Diesmal will Bischof früher zupacken, früher treffen. Zwei Tore Vorsprung, das steht auf seiner To-Do-Liste.

Tresoldi-maschine läuft auf hochtouren – italien und argentinien lauern
Nicoló Tresoldi stammt aus Hannover, spielt in Brügge und schießt seit sieben Pflichtspielen siebenmal. Die Trefferquote lockt nicht nur Di Salvo, sondern auch die Scouter der italienischen und argentinischen Verbände. Sein Vater lief für Italien auf, die Mutter kam aus Buenos Aires. Doch bevor Nationalteam-Roulette gespielt wird, will er Griechenland abschießen. „Ich bin ready für ein paar Tore mehr“, sagt er und lächelt dabei so kalt, dass selbst die griechische Abwehr frösteln sollte.
Said El Mala, Kölner Saisonaufsteiger, wartet auf seinen ersten U21-Treffer. Er könnte ihn in Athen erzielen, wenn Di Salvo wieder auf Tempo-Fußball setzt. Drei weitere Spiele folgen – Lettland, Malta, Georgien – doch wer jetzt patzt, muss im Oktober bangen. Die Achter-Regel der Playoffs ist ein einziges Stochern im Dunkeln. Deshalb gilt: Erst Griechenland erledigen, dann den Rest der Welt schauen.
15.59 Uhr, 30. März 2026. Die Uhr tickt. In knapp 48 Stunden entscheidet sich, ob Deutschland direkt nach Albanien und Serbien reist – oder ob ein weiteres Sommermärchen erstmal nur ein Traum bleibt. Tresoldi hat seinen Schuh schon geschnürt. Die Griechen haben ihre Wand. Einer muss fallen.
