Tränenreicher abschied: katharina schmid beendet skisprung-karriere bei olympia
Tränenreicher abschied: katharina schmid beendet skisprung-karriere bei olympia
Mailand Cortina 2026 – Für Katharina Schmid endete die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen mit einer bitteren Enttäuschung. Die 29-jährige Skispringerin verabschiedete sich unter Tränen von der großen Bühne, nachdem sie beim Debüt der Frauen von der Großschanze den zweiten Durchgang verpasste. Es war ein Abschied, den sie sich sicherlich anders vorgestellt hatte.
Schmerz überwiegt den stolz
„Es tut gerade einfach weh“, sagte Schmid mit Tränen in den Augen gegenüber Eurosport. Die zweimalige Olympia-Silbermedaillengewinnerin von der Normalschanze (Pyeongchang 2018 und Peking 2022) hatte gehofft, auch auf der Großschanze erfolgreich zu sein. „Ich wusste, es wird schwierig, aber ich hätte gerne noch einen Sprung gehabt. Dass es so endet…“, fügte sie sichtlich bewegt hinzu.

Schwacher sprung und das aus
Auf der Großschanze in Predazzo zeigte Schmid einen schwachen ersten Sprung und landete auf dem 42. Platz. Damit verpasste sie den zweiten Durchgang und das Weiterkommen im Wettkampf. 96,5 Meter waren ihr Resultat. Den Sieg holte sich erneut Anna Odine Ström. Trotz ihrer sieben Weltmeistertitel und der olympischen Erfolge konnte Schmid den Stolz auf ihre Karriere kaum zeigen.

Trost von teamkolleginnen
„Ich glaube, gerade überwiegt der Schmerz“, erklärte sie nach der Großschanzen-Premiere. Trost fand Schmid vor allem bei ihren Teamkolleginnen. „Die Katha hat so viel für den Sport getan, so viel erlebt und so viele Erfolge feiern dürfen“, sagte Selina Freitag im Interview mit der ARD. „Da kann man mit einem großen Lächeln in die Skisprung-Rente blicken.“

Ein besonderes olympia-highlight
Trotz des sportlichen Misserfolgs gab es für Schmid auch einen Höhepunkt bei diesen Olympischen Spielen: Die Ehre, Deutschland als Fahnenträgerin zusammen mit Eishockey-Star Leon Draisaitl anführen zu dürfen. „Es war mir eine Riesenehre, mit der deutschen Fahne einzulaufen. Alleine gewählt zu werden von so vielen Leuten, von so vielen Sportlern, ist was ganz Besonderes“, sagte sie stolz. „Ich glaube, das ist mein Olympia-Highlight.“
Blick in die zukunft: trainerkarriere?
Katharina Schmid gab ihr Olympia-Debüt bereits 2014 in Sotschi. Zwölf Jahre später verabschiedet sie sich mit zwei Silbermedaillen bei vier Teilnahmen, einem großen Einfluss auf den Skisprung der Frauen und einer Verbeugung vor den Fans. Sie möchte dem Sport erhalten bleiben und strebt eine Trainerkarriere im Nachwuchsbereich an. „Sie würde sehr viel mitbringen“, so Experten.
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