Trainer-karussell in der super league: so viele wechsel!

Die Super League erlebt eine Trainer-Krise beispiellosen Ausmaßes. Bereits 13 Trainerwechsel stehen in der laufenden Saison fest – ein Wert, der selbst die Top-20-Ligen Europas in Atem hält. Doch die Schweizer Liga ist nicht allein im Chaos.

Die deutschschweizerische trainerflucht

Die deutschschweizerische trainerflucht

Dennis Hediger und Peter Zeidler mussten in den letzten Wochen ihr Amt räumen, und die Liste der Abschiede zum Saisonende – allen voran Mario Frick beim FC Luzern – wird dadurch nur noch länger. Rechnet man Interimstrainer und bereits feststehende Abgänge hinzu, kommt es zu mehr als einem Trainerwechsel pro Team. Das ist alarmierend, auch im europäischen Vergleich.

Die Super League mag in der Unbeständigkeit führend sein, aber Zypern setzt noch eins drauf: Dort wurden bereits 22 Mal Trainerwechsel vollzogen, was im Verhältnis zu den Vereinen einen Wert von 1,57 ausmacht. Die Türkei schickt mit insgesamt 25 Trainerwechseln die höchste absolute Zahl, wird aber durch die größere Anzahl an Teams in der Liga in der Tabelle nur den zweiten Platz belegen.

Ein Blick ins Tabellenende zeigt deutlich: Hier brodelt es. Der Leader Thun muss sich neu finden, während andere Teams in Panik geraten. Die Frage ist, wer die Nerven behält und den Abstiegskampf gewinnt.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die vermeintliche Stabilität des Schweizer Fussballs ist trügerisch. Die Vereine scheinen in der aktuellen Saison besonders unzufrieden zu sein und suchen in rasantem Tempo nach neuen Lösungen. Ob diese Wechsel tatsächlich zu Verbesserungen führen, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch: Das Trainer-Karussell dreht sich weiter, und die Fans dürfen sich auf eine spannende, wenn auch volatile, Endphase der Saison freuen.