Tour de france 2026: kann seixas wirklich pogacar und vingegaard gefährden?

Der junge Paul Seixas hat die Radsportwelt im Sturm erobert. Doch kann der 19-Jährige bei der Tour de France 2026 tatsächlich die etablierten Giganten Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard herausfordern? Eine Frage, die selbst Legende Alberto Contador nicht kategorisch ausschließt.

Ein debüt voller versprechen

Ein debüt voller versprechen

Seixas' Saison 2026 war ein Feuerwerk an Erfolgen: Gesamtsieg bei der Baskenland-Rundfahrt, Triumph bei La Flèche Wallonne und zwei zweite Plätze hinter Pogacar bei Strade Bianche und Liège-Bastogne-Liège. Diese Ergebnisse haben die Erwartungen an sein Tour-Debüt enorm gesteigert. Er ist zweifellos einer der aufregendsten Talente im Peloton.

Aber die Tour de France ist eine andere Hausnummer. Die Strecke 2026, die von Barcelona nach Paris führt und sogar zweimal den Alpe d'Huez beinhaltet, ist eine Zerreißprobe für jeden Fahrer. Pogacar und Vingegaard, zweifache und viermalige Tour-Sieger respektive, verfügen über eingespielte Teams und jahrelange Erfahrung im Kampf um den Gelben Trikot. Seixas hingegen muss sich mit seinem Decathlon CMA CGM Team erst einmal finden, um den Anforderungen dieser anspruchsvollen Rundfahrt gerecht zu werden.

“Es gibt Fahrer, die aus eigener Kraft als Favoriten gelten”, so Alberto Contador in einem exklusiven Interview mit Eurosport. “Das sind Pogacar und Vingegaard. Sie sind auf dem Papier die größten Favoriten, da Seixas noch ein gewisser Unsicherheitsfaktor ist.” Diese Aussage unterstreicht die gewaltige Aufgabe, die vor dem jungen Franzosen liegt. Die Konkurrenz ist schlichtweg überragend.

Dennoch weigert sich Contador, ein Wunder kategorisch auszuschließen. “Aber so weit zu gehen und zu sagen, dass es für ihn unmöglich ist, die Tour zu gewinnen? Das würde ich mich nicht trauen.” Die Worte des ehemaligen Zweifach-Tour-Siegers lassen einen kleinen Hoffnungsschimmer für die französischen Fans aufleben. Es ist unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.

Die Frage ist nicht nur, ob Seixas die körperliche Belastung aushalten kann, sondern auch, ob sein Team ihm die nötige Unterstützung bieten kann. Ein starkes Team ist entscheidend, um die zahlreichen Herausforderungen einer Grand Tour zu meistern. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob sich die Träumerei um einen möglichen französischen Triumph am Ende als berechtigt erweist.