Tottenham-absturz: könnte everton in den 'big six' aufsteigen?
Ein Schock geht durch die Premier League: Tottenham Hotspur steht plötzlich vor dem potenziellen Abstieg – einem historischen Ereignis, das Fragen nach der Zukunft der etablierten Top-Klubs aufwirft. Was bedeutet das für die Zusammensetzung des 'Big Six'? Und könnte ein überraschender Aufstieg eines anderen Teams die Machtverhältnisse verschieben?

Evertons aufstieg: ein blick auf die historische leistung
Während die Diskussionen um Tottenhams mögliche Abstinenz toben, gewinnt ein Name immer mehr an Bedeutung: Everton. Der Traditionsverein gehört zu den sechs Klubs, die seit der Gründung der Premier League 1992 ununterbrochen in der ersten Liga vertreten sind. Mit 1.298 gespielten Partien (vierter Platz) und neun gewonnenen Meisterschaften blickt man auf eine beeindruckende Historie zurück – auch wenn der letzte Titel bereits 1987 errungen wurde.
Doch Everton ist mehr als nur eine historische Institution. Das Team spielt eine starke Saison in seinem neuen Stadion, dem Hill Dickinson Stadium, und hat sich in der Tabelle nach oben gerangiert. Aktuell belegen die 'Toffees' den zehnten Platz, liegen aber nur einen Punkt hinter Chelsea, Brentford und Bournemouth und fünf Zähler hinter Liverpool, das die begehrte Champions-League-Qualifikation anstrebt. David Moyes, der Trainer, scheint mit seiner Mannschaft eine neue Dynamik entfacht zu haben.
„Wir müssen alle anderen Klubs unter Druck setzen“, erklärt Moyes, der bereits zwischen 2002 und 2013 das Ruder bei Everton übernommen hatte. Die Rückkehr des schottischen Trainers hat dem Team neuen Auftrieb gegeben, nachdem in den vergangenen Jahren eine Reihe von Trainern – darunter Carlo Ancelotti, Rafa Benítez und Frank Lampard – versucht hatten, die Mannschaft wieder in die Erfolgsspur zu führen. Es gelang niemandem dauerhaft.
Die Statistiken sprechen für sich: Everton ist zwar nicht das Ballbesitzdominierende Team – nur West Ham und Burnley haben einen geringeren Ballbesitz (43,6%) – aber sie sind äußerst effizient vor dem Tor. Kein Team in der Premier League kreiert weniger Torgefahr pro Schuss (0,11 xG). Das Team ist bekannt dafür, Ergebnisse zu sichern, sobald es in Führung geht: Von 17 Partien, in denen Everton führte, wurden 13 gewonnen. Nur Bournemouth konnte bisher ein solches Ergebnis drehen.
Die Rivalität mit Liverpool, die im kommenden Merseyside Derby im Hill Dickinson Stadium aufleben wird, wird zeigen, ob Everton den Schwung der letzten Wochen mitnehmen kann. Die Fans träumen bereits von einer Rückkehr in die europäischen Wettbewerbe und – wer weiß – von einem Platz im erlauchten Kreis der 'Big Six'.
Es bleibt abzuwarten, ob die Tottenham-Krise Everton tatsächlich den Weg ebnen wird. Doch eines ist klar: Die 'Toffees' sind wieder eine Macht im englischen Fußball und bereit, um die Spitze zu kämpfen.
